21.7.2016
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Radlergetränke-Test: "Schmeckt nach Spülmittel"

Beim VKI-Radler Test waren die Verkoster nicht begeistert. © VKI, AK Stmk

Mit und ohne Alkohol. Das klassische Mischungsverhältnis liegt ursprünglich bei 50:50, also halb Bier, halb Limonade. Mittlerweile gibt es auch Radler, die weniger Bier und mehr Limo enthalten. Sie schmecken kaum bitter und enthalten weniger   Alkohol, was bei vielen Kunden gut ankommt. Ebenfalls auf dem Markt sind alkoholfreie Radler. Aber: Auch alkoholfreie Radler enthalten etwas Alkohol, nämlich zwischen 0,1 und 0,3 Vol-Prozent.

Aufreger Unkrautvernichter Glyphosat

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft diese Substanz als erbgutschädigend und für Menschen als wahrscheinlich krebserregend ein. Deshalb wurde  untersucht, ob sich das Pestizid auch in Radlern findet. Erfreuliches Ergebnis: In 13 von 20 Produkten war Glyphosat nicht nachweisbar. In sieben Radlern wurden Spuren dieses Unkrautvernichters gefunden. Auch wenn die analysierten Mengen sehr gering sind und weit unter dem vorsorgeorientierten Grenzwert für Pestizide in Trinkwasser liegen (für Biermischgetränke existiert kein eigener Wert), hat dieser Stoff hier nichts verloren.

6,5 Stück Würfelzucker pro halber Liter

Obwohl Süßungsmittel nach Angaben der Hersteller wegen ihres oft unangenehmen Nachgeschmacks weniger eingesetzt werden, sind sie in den Radlern mit Alkohol von Karlskrone, Pittinger, Landgraf, Gletscher Bräu und Gambrinus enthalten. Das alkoholfreie Getränk von Kaiser enthält sowohl Süßungsmittel als auch Zucker. Umgerechnet auf 100 Milliliter fanden wir mit 3,1 Gramm den wenigsten Zucker im naturtrüben Zitronenradler von Nixe. Gleich 5,4 Gramm Gesamtzucker sind es dagegen beim Ottakringer Citrusradler. Beide Getränke enthalten Alkohol. Noch mehr aufgezuckert sind die Radler ohne Alkohol. Drei von vier enthalten mehr als 6 Gramm Gesamtzucker pro 100 ml. Mit 6,8 g/100 ml ist der Zitrone-Orangenblüteradler von Kühles Blondes der süßeste von allen.

Keine Bestnote bei der Verkostung

Die Annahme, dass ein Getränk aus der Dose zuverlässig nach Blech schmeckt, bestätigte sich im Test nicht. Nur beim Zitronenradler von Karlskrone und dem Limettenradler von Zipfer war die Mehrheit der Tester sicher, dass es sich (richtigerweise) um einen Dosenradler handelte. Die Verkoster konnten übrigens auch keine eindeutige Unterschiede zwischen alkoholfreien und Produkten mit Alkohol feststellen. Kein einziger Radler erhielt bei der Verkostung die Bestnote, manche Kommentare fielen sogar ziemlich heftig aus: "schmeckt nach Spülmittel" oder gar "riecht nach WC-Spray". Detaillierte, kostenpflichtige Testergebnisse können Sie hier nachlesen.

Testergebnisse Radler

Testergebnisse Radler vom VKI © VKI, AK Stmk

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AK-Test bei 16 Eissalons: 1,00 bis 1,60 Euro pro Kugel, unbedenklicher Genuss der kühlen Köstlichkeit.

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