1.10.2013
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Süße Bomben für die "Zwerge"

Bub zwischen Schokotarte und Apfel © Brian Jackson, Fotolia

Im Markennamen werden Zwerge, Schlümpfe oder Rapunzel angesprochen: Kinderlebensmittel sind keineswegs märchenhafte Nahrung, sondern Zucker-, Fett- und Salzbomben, ergab eine Untersuchung im Auftrag der steirischen AK-Marktforschung.

Eine gesetzliche Grundlage, wie ein Kinderlebensmittel beschaffen sein soll, gibt es nur für Sprösslinge bis zum Lebensalter von drei Jahren. Trotzdem sind ältere Kids eine begehrte Zielgruppe, die auch mit kindgerechten Internetportalen umgarnt wird. Was kleine KonsumentInnen als Backwaren, Milchprodukte, Fertigsuppen und Wurstsnacks im Handel aufgetischt bekommen, alarmiert aber ExpertInnen: Mag. Martina Karla Steiner gibt eine „Bombenwarnung“ bei 52 untersuchten Produkten: „Bei 31% ist der Zuckergehalt hoch, bei 22% der Fettgehalt und bei 23% der Salzgehalt.“ (Details der Erhebung: "Kinderlebensmittel unter der Lupe" in der Infobox)

Aromen und Zusatzstoffe

Insgesamt 43 Kinderlebensmittel weisen Zusatzstoffe auf, darunter zwei Produkte mit Zusatzstoffen, die insbesondere für Kinder nicht optimal sind. In 38 von 52 Kinderlebensmittel sind Aromen zugesetzt. Neun Produkte wurden mit Vitaminen und/oder Mineralstoffen angereichert, was im Fall einer Schokomilch als nicht sinnvoll bewertet wird.

Bunte Verpackung und Onlineköder

Mag. Susanne Bauer folgert aus den Ergebnissen der Untersuchung, dass spezielle Kinderlebensmittel nicht nötig sind: „Lassen Sie sich nicht von der Produktaufmachung täuschen und lesen Sie die Zutatenliste.“ Beim Griff zu Kinderlebensmitteln fallen außerdem jede Menge Verpackung an, kritisiert die Leiterin der AK-Marktforschung. Dass die Hersteller nicht nur mit einer bunten Verpackung den Nachwuchs ködern, zeigen die Webseiten für Kinderkost: Bei jedem vierten Produkt sollen Kids auch mit Mal- und Bastelvorlagen, Stundenplänen oder Handy-Klingeltönen auf den richtigen Geschmack kommen.

Schulbuffets sind süße Verführer

Zu viele Mehlspeisen, wenig Fleischloses im Angebot an steirischen Schulen.

Schlagworte: Kindernahrung
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