3.11.2014
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Salzbombe aus der Mikrowelle

Inzersdorfer Faschierte Laibchen mit Reis © Marija Kanizaj, AK Stmk

Praktisch, aber extrem salzig und kein vollwertiges Essen: Fertiggerichte für die Mikrowelle, so eine AK-Studie, sollten nur selten auf dem Speiseplan stehen.

Fertiggerichte passen gut zu unserer schnelllebigen Zeit und entsprechend hoch sind die jährlichen Verkaufszuwächse. Das Angebot im Handel beschränkt sich nicht mehr nur auf Dosengulasch und Tiefkühlpizza, Eilige finden eine bunte Vielfalt an Gerichten, die ungekühlt, gekühlt oder tiefgefroren in den Vitrinen liegen.

34 Produkte auf Inhaltsstoffe untersucht

Die AK-Marktforschung hat ein Segment daraus für eine Untersuchung ausgewählt: Pikante Fertigmahlzeiten, die in der Verpackung in der Mikrowelle aufgewärmt werden können. Dafür wurden 34 Produkte in steirischen Filialen von acht Lebensmittelketten eingekauft und gemäß den Angaben auf der Verpackung bewertet. Das augenfälligste Ergebnis ist der hohe Salzgehalt der Produkte, sagt Mag. Susanne Bauer, Leiterin der AK-Marktforschung. "97 Prozent der Gerichte haben einen hohen Salzgehalt, bei einem Produkt wird sogar die täglich vertretbare Menge von sechs Gramm überschritten." 

Kaum Ballaststoffe, wenig Gemüse

Der Energiegehalt pro Portion liegt bei allen Gerichten im akzeptablen Bereich, allerdings ist die Zusammensetzung der Komponenten meist nicht optimal. So wird nur bei drei Gerichten der für eine Mittagsmahlzeit wünschenswerte Ballaststoffanteil erreicht, nur bei acht Produkten findet man einen bedeutsamen Anteil an Gemüse. (Alle Details der Untersuchung in der Infobox).

"Kommen Fertiggerichte nur selten auf den Tisch, können sie Teil einer ausgewogenen Ernährung sein", meint die AK-Expertin. "Man sollte sie aber mit einem frischen Salat und Obst der Saison aufwerten."

Fertiglasagne - Verpackung und tatsächlicher Inhalt © -, AK Stmk

Appetitanregende Fotos

Bei der Auswahl der Produkte sollten sich Konsumenten nicht zu sehr von der Abbildung leiten lassen. Nur rund drei Viertel der Gerichte entsprachen nach der Zubereitung dem appetitanregenden Foto auf der Verpackung.

Heimliche Fettbomben

VKI testet Aufstriche, Salate und Snacks: In als gesund beworbenen Lebensmitteln stecken bis zu 35 Gramm Fett pro Portion (halber Tagesbedarf).

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