Bei 19 Produktgruppen hat die AK die Preise verglichen. © Graf, AK Stmk
Bei 19 Produktgruppen hat die AK die Preise verglichen. © Graf, AK Stmk Junge Frau mit vollem Lebensmittelkorb. © Graf, AK Stmk © Graf, AK Stmk
20.11.2017

AK-Warenkorb: Preissteigerung bei Markenprodukten

Für den AK-Warenkorb 2017 wurden heuer erneut 19 Produktgruppen des täglichen Bedarfs einer Preisanalyse bei acht Supermärkten und Diskontern unterzogen. Ergebnis: der Preis für Billig-, Marken- und Bioerzeugnisse ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. 

Markenprodukte um 7,44 Prozent teurer

Die größte Preissteigerung ist bei den Markenprodukten mit 7,44 Prozent zu verzeichnen, gefolgt von den Bioprodukten, die um 3,88 Prozent teurer wurden und den Eigenmarken mit 3,13 Prozent. "In den letzten Jahren liegt die Preissteigerung für den Lebensmittelwarenkorb über der Erhöhung des durchschnittlichen Haushaltseinkommens", so AK-Marktforscherin Susanne Bauer.

24,07 Euro Differenz bei Warenkörben

Konkret kostet ein Warenkorb aus 15 vergleichbaren Produkten aus der Billigschiene 15,21 Euro, bei Markenprodukten 30,68 Euro und bei Bioprodukten 39,28 Euro: "Die Preisdifferenz zwischen billigstem und teuerstem Warenkorb beträgt 24,07 Euro, rund 158 Prozent", sagt Bauer.

Spaghetti: 718 Prozent Preisunterschied

Mit rund 139 Prozent weisen Markenprodukte die größte Preisdifferenz auf. Im Vergleich aller Produktgruppen zueinander liegt der Preisunterschied nur bei Vollmilch (36 Prozent) unter 50 Prozent, während die Preisspanne bei Spaghetti (718 Prozent) und Tomaten (569 Prozent) über 500 Prozent ausmacht. Es zeigt sich, dass sich bei den Marken- und den Billigprodukten die Preise immer mehr annähern. 
Die Preise von Vollmilch und Gouda Käse stiegen gegenüber 2016 um rund 12 Prozent und die Teebutter sogar um etwa 37 Prozent.

Verbesserung bei Herkunftsangaben

Bei 98 Prozent der Produkte wird angegeben, woher sie stammen. Im Jahr 2011 waren noch 35 Prozent ohne Herkunftsangaben. Die Anzahl der verschiedenen Länder aus denen die Waren stammen, hat sich auch erweitert.

Erhoben wurden die Preise vom 4. bis 14. September 2017 bei Spar, Interspar, Billa, Unimarkt und Merkur sowie Hofer, Lidl und Penny.

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