Frau beim Einkaufen © Artallianz, stock.adobe.com
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AK-Warenkorb: Eigenmarken legten preislich am meisten zu

Die größte Preissteigerung ist bei den Billigprodukten mit rund 9 Prozent zu verzeichnen, gefolgt von den Markenprodukten, die um 2 Prozent teurer wurden. Bioprodukte sind nahezu gleichgeblieben. "Die steirischen Haushalte geben monatlich etwa 358 Euro für Ernährung und alkoholfreie Getränke aus, das sind in Summe bei 541.000 steirischen Haushalten rund 2,3 Milliarden Euro pro Jahr", sagt AK-Marktforscher Josef Kaufmann.

26 Euro Differenz bei Warenkörben

Konkret kostet ein Warenkorb aus 18 vergleichbaren Produkten aus der Billigschiene 20 Euro, bei Markenprodukten rund 34 Euro und bei Bioprodukten 46 Euro: "Die Preisdifferenz zwischen billigstem und teuerstem Warenkorb beträgt 26 Euro, rund 130 Prozent", sagt Kaufmann.

Spaghetti: 923 Prozent Preisunterschied

Mit rund 177 Prozent weisen Markenprodukte die größte Preisdifferenz auf. In diesem Segment stieg der Preis von Putenbrust gegenüber 2017 um rund 10 Prozent und der von Gouda um etwa 9 Prozent.

Im Vergleich aller Produktgruppen zueinander liegt der Preisunterschied nur bei Vollmilch unter 60 Prozent, während die Preisspanne bei Spaghetti mit 0,39 bis 3,99 Euro, Vollmilchschokolade (0,55 bis 4,84 Euro) und Tomaten (1,49 bis 12,45 Euro) über 700 Prozent ausmacht. 

Verbesserung bei Herkunftsangaben

Bei fast 100 Prozent (99,4 %) der Produkte wird angegeben, woher sie stammen. Im Jahr 2011 waren noch 35 Prozent ohne Herkunftsangaben. 

Erhoben wurden die Preise bei Spar, Interspar, Billa, Unimarkt und Merkur sowie Hofer, Lidl und Penny.

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