3.8.2016

Fallen auf dem Weg zur Sonnenenergie

Sonnenenergie gilt als eine der umweltfreundlichsten Energiegewinnungsformen. Wer als Einfamilienhausbesitzer eine Photovoltaikanlage plant, braucht allerdings einen langen Atem, geht aus einer Studie der steirischen AK hervor.

Rechnet sich manchmal erst nach 30 Jahren


Solarzellen © akiebler, Fotolia

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Die Amortisationszeit für eine Photovoltaikanlage für einen einzelnen Haushalt kann durchaus 30 oder mehr Jahre ausmachen, rechnet Studienautor MMag. Josef Kaufmann vor: „Entscheidend ist dabei der Eigenverbrauchsgrad.“ Sonnenergie-Freunden sei daher dringend zu raten, vor einer Investitionsentscheidung eine Stromverbrauchsanalyse erstellen zu lassen: „Je eher ein Haushalt den Strom dann verbrauchen kann, wenn er produziert wird, desto schneller wird sich eine Photovoltaik-Anlage rechnen.“

Kleinanlagen weniger gefördert

Von entscheidender Bedeutung für die Amortisationszeit sei auch, wieviel der jeweilige Stromlieferant für den nicht selbst verbrauchten Solarstrom (Überschussstrom) zu zahlen bereit ist bzw. welches Tarifmodell für den zugekauften Strom zur Anwendung kommt.

Ein weiteres Problem sieht der Experte darin, dass Kleinanlagen nicht so großzügig gefördert werden wie Großanlagen. Darüber hinaus sei das Förderwesen unübersichtlich, weil Gemeinden, Land und Bund fördern: „Die Zusammenlegung der Förderungen bei einer auszahlenden Stelle wäre einfacher und gerechter“, so Kaufmann.
(Die Studie „Rechnen sich private Photovoltaikanlagen?“ finden Interessierte in der Infobox.)