12.5.2016
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Unseriöse Kredite aus dem Internet

Vorsicht bei Online-Krediten © Fotolia.com/RRF, AK Stmk

Onlinekredite werden immer beliebter. Googelt man "Kredit", erscheint eine Anzeige für www.sofort-kredit.at. Dahinter steht das Kreditvermittlungsunternehmen "MENI Kreditvermittlung OG". Auf deren Homepage kann sofort ein Antragsformular für einen Kredit ausgefüllt werden. Darin akzeptiert man auch eine Datenschutzerklärung, in der im Fließtext eine Rücktrittsbelehrung verpackt ist. "Das ist unseriös, denn das Unternehmen müsste separat über das Rücktrittsrecht belehren – gibt es doch für Fernabsatzgeschäfte ein Rücktrittsrecht von 14 Tagen", sagt Mag. Bettina Schrittwieser, die Leiterin des AK-Kosumentenschutzes.

Wie genau geht die Firma vor?

Diese Firma lässt jedoch die Frist für den Rücktritt verstreichen und klagt dann ihr Honorar über 5 Prozent des Kreditbetrages ein – obwohl der Kunde nicht zu seinem Kredit gekommen ist. Auch hier gibt es eine 4wöchige Einspruchsfrist und in diesen Fällen konnte die AK erfolgreich intervenieren. Denn wenn ein Anwalt ins Spiel kommt, lässt sich der Kreditvermittler nicht auf ein Verfahren ein. Er zog entweder die Klage zurück oder das Verfahren wurde auf ewiges Ruhen beendet.

Wie kommt die Klage zustande?

Der Kreditvermittler behauptet in all den Fällen, dass die Konsumenten entweder falsche Angaben am Kreditvermittlungsvertrag gemacht hätten, oder die erforderlichen Unterlagen nicht eingereicht worden wären. In beiden Fällen wäre so eine erfolgreiche Kreditvermittlung verhindert worden und dadurch habe er einen Schaden in der Höhe der vereinbarten Kreditvermittlungsgebühr erlitten. Das sind 5 Prozent  von der Kreditsumme. Bei 40.000 Euro Kreditsumme wären dies somit 2.000 Euro.

Was tun?

Seit rund einem Jahr hat die AK Steiermark immer wieder Anfragen zu MENI Kreditvermittlung. Durch versäumte Fristen und auch durch Scham melden sich aber wenige Betroffene. Falls Sie geklagt werden, sofort bei der AK melden, die Expertinnen im Konsumentenschutz unterstützen Sie gerne. "Und bitte zahlen Sie auch im Vorfeld nichts ein", rät Schrittwieser.

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