27.7.2016
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Miese Verträge in Fitness-Studios

Eine Frau und ein Mann trainieren im Fitnessstudio. © Fotolia.com/WavebreakMediaMicro, AK Stmk

Im Auftrag der AK Steiermark hat der Verein für Konsumenteninformation eine Verbandsklage gegen die FIT GmbH, Betreiberin des Fitnessstudios "Fitter Hirsch" in Sebersdorf, wegen zahlreicher rechtswidriger Klauseln in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen geführt. Die Entscheidung des Oberlandesgericht Graz, in der sieben von 19 Klauseln als nicht zulässig erachtet wurden, wurde nun vom Obersten Gerichtshof bestätigt. Wir haben die wichtigsten Klauseln hier zusammengefasst. Die restlichen finden Sie im Download rechts. 

Augen auf! Bei diesen Vertragsklauseln

Mahnung und Zinsen

19 Euro verlangte das Fitnessstudio für Mahnschreiben, dazu  noch 19 Euro für die Rücklastschrift – also dafür, dass das Konto nicht belastet werden konnte. Diese 38 Euro sind "völlig unverhältnismäßig" urteilt das Gericht. Die Banken verlangen üblicherweise sieben bis acht Euro an Spesen und für die Mahnung selbst können nicht 19 Euro Verwaltungskosten anfallen. Daneben waren auch 12 Prozent Verzugszinsen im Vertrag vorgesehen, das ist dreimal so hoch wie der gesetzliche Satz.  Außerdem wurde den gemahnten Kunden laut Vertrag der Zutritt zum Studio verwehrt, was rechtlich auch nicht möglich ist.

Verwaltungsgebühren

Neben den monatlichen Gebühren waren in den AGB Verwaltungsgebühren 25 Euro pro Quartal vorgesehen.  Rechnete man den niedrigen monatlichen Betrag mit den Quartalsgebühren zusammen, ergab das einen um fast ein Viertel höheren Tarif. Hier entschied das Gericht, dass zusätzliche Gebühren mit dem Verbraucher gesondert zu vereinbaren wären.

Nebenabreden

In den AGB war angeführt, dass mündliche Vereinbarungen zwischen dem Unternehmen und den KonsumentInnen nicht gelten sollten. Dieser Ausschluss ist rechtlich nicht möglich, da dadurch auch Vereinbarungen, die zu Gunsten der KonsumentInnen erfolgen, wie zB die Vereinbarung über ein Gratismonat, unwirksam wären. 

Sollten auch andere Fitnessbetriebe derartige Klauseln verwenden, ist davon auszugehen, dass ein Gericht auch diese als unzulässig erachten würde.

Sofern Sie von diesen Klauseln des oben genannten Studios betroffen sind, oder glauben, dass Ihr Studio ähnliche Klauseln verwendet "fragen Sie gerne bei uns nach", sagt Mag. Birgit Auner vom AK-Konsumentenschutz.  
  

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