20.5.2016
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Gegen Gesetze und gute Sitten

Achtung beim Unterschreiben von Fitnessverträgen © Fotolia.com/Kristin Gruendl, AK Stmk

So kann das Leben spielen: Zwei junge Frauen kommen unabhängig voneinander in die AK-Beratung, wegen der Kündigung ihrer Fitnessverträge. Eigentlich recht unspektakulär. Doch als die AK-Expertin Mag. Birgit Auner die Verträge durchliest, traut sie ihren Augen nicht. Viele der Klauseln sind nicht zulässig. Sie wendet sich an den VKI, der die Studios abmahnt. Ein Unternehmen gibt daraufhin eine Unterlassungserklärung ab und verwendet die beanstandeten Klauseln nicht mehr. Der andere Betreiber blieb stur und wurde geklagt. Das Gericht sieht – noch nicht rechtskräftig – die Lage ähnlich: Sieben von 19 Klauseln sind nicht zulässig.

Vorsicht bei diesen Klauseln

Getränke

Ein Studio untersagte das Mitbringen von Getränken, außer in studioeigenen Trinkf laschen. Das geht nicht, da mit erhöhtem Flüssigkeitsbedarf zu rechnen ist und man nicht alleine auf das kostenpflichtige Getränkeabo des Studios verwiesen werden darf. 

Haftung

Beide Verträg hatten einen Haftungsausschluss für allfällige Schäden. Das ist nicht zulässig. Die Studios können sich nicht vollständig von der Haftung für Gesundheits- oder Sachschäden bzw. auch bei Verlust von Bargeld freisprechen.
 

Verwaltungsgebühren

Zusätzlich zum monatlichen Tarif war eine Gebühr von 25 Euro pro Quartal fällig. Zusammen ergab das einen um fast ein Viertel höheren Preis monatlich. Das Gericht entschied: Zusätzliche Gebühren sind mit dem Verbraucher separat zu vereinbaren.
 

Mahnungsgebühren

19 Euro verlangte ein Studio für Mahnungen, plus 19 Euro, dass das Konto nicht belastet werden konnte. Diese 38 Euro sind "völlig unverhältnismäßig" urteilte das Gericht. Laut Vertrag wurde gemahnten Kunden auch der Zutritt zum Studio untersagt – das ist rechtlich auch nicht möglich. 

Generell gilt: Nichts unterschreiben, bei dem man nicht sicher ist. "Fragen Sie gerne bei uns nach", sagt Mag. Auner.

Unseriöse Kredite aus dem Internet

Wenn man binnen 14 Tagen nicht vom Vertrag zurück tritt, flattert gleich eine Honorar-Klage ins Haus. Was Sie dann tun können.

Teure Muntermacher

Bei Pads, Kapseln und Discs lohnt der Preisvergleich: Das teuerste Kilo Kaffee kostet 84 Euro. 83 Sorten hat die AK-Marktforschung verglichen.

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