30.6.2016
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Flugreise trotz Terror?

Flugreise trotz Terror? © Fotolia.com/kieferpix, AK Stmk

Nach dem Anschlag auf den Flughafen in Istanbul, Türkei stellt sich für viele Konsumentinnen und Konsumenten die Frage, ob sie die geplante Urlaubsreise antreten müssen. Zwar gibt es keine offizielle Reisewarnung durch das Außenministerium, es gilt aber – wie schon in den letzten Monaten –  ein erhöhtes Sicherheitsrisiko. Das Ministerium empfiehlt daher, stark frequentierte Plätze (Einkaufszentren, Konzerte, kulturelle, religiöse und sportliche Großveranstaltungen, religiöse Stätten und touristische Sehenswürdigkeiten) sowie Staats- und Regierungsgebäude und militärische Einrichtungen möglichst zu meiden.

Kostenloses Storno möglich

Derzeit ist uns nicht bekannt, dass Reiseveranstalter Gratisumbuchungen oder Gratisstornos anbieten. Im Gegensatz dazu ist Medienberichten zu entnehmen, dass die Fluglinien Turkish Airlines und AUA allen Reisenden die bis 5.Juli 2016 von oder nach Atatürk Airport gebucht sind, ein kostenloses Stornieren oder Umbuchen ermöglichen. Die Türkei ist ein Land, in dem aufgrund von Auseinandersetzungen schon seit einiger Zeit mit erhöhter Terrorgefahr zu rechnen ist. 

Wann kostenloses Rücktrittsrecht?

Im Laufe der Zeit hat der Oberste Gerichtshof (OGH) in Entscheidungen hinsichtlich eines kostenlosen Rücktritts vom Reisevertrag einige Grundsätze aufgestellt. So gibt es kein Rücktrittsrecht, sofern nur ein allgemeines Lebensrisiko verwirklicht wird, irgendwo auf der Welt zufällig in einen Anschlag verwickelt zu werden. Ein kostenloses Rücktrittsrecht wegen des Wegfalls der Geschäftsgrundlage gibt es nur dann, wenn die Gefahr (seriöser Medienberichte) so hoch erscheint, dass ein durchschnittlicher Reisender die Reise nicht antreten würde. Das heißt, wenn Terrorakte gezielt gegen Touristen gerichtet sind und der Terror fortgesetzt angedroht wird, kann man von einer solchen Gefahr sprechen. Die offizielle Reisewarnung des Außenministeriums wäre ebenfalls ein klares Indiz dafür. Weiters gesteht der OGH dem Reiseveranstalter zu, den Reisenden anstelle des Stornos eine zumutbare (kostenlose) Umbuchung anzubieten.

Wichtig ist noch die zeitliche Nähe der Katastrophe zum Reiseantritt: erst wenige Tage vor Reiseantritt kann aufgrund einer aktuellen Krise umgebucht bzw. storniert werden, die Sicherheitslage am Urlaubsziel könnte sich ja auch wieder beruhigen.

Wer nicht so lange zuwarten möchte und den Urlaub stornieren will, sollte so früh wie möglich stornieren, damit die Stornogebühren überschaubar bleiben. 

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