Arbeiten und Studieren

Viele Studierende arbeiten neben dem Studium. Diese Bestimmungen gelten.

Teilzeitarbeit

Viele Studierende arbeiten neben dem Studium in Teilzeit. Bei Teilzeitarbeit müssen das Ausmaß und die Lage der Arbeitszeit zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinbart werden. Eine einseitige Änderung der Lage der Arbeitszeit durch den Arbeitgeber ist nur unter bestimmten Voraussetzungen zulässig. Insbesondere ist eine Änderung nur zulässig, wenn keine be­rück­sicht­ig­ungs­würdig­en Interessen des Arbeitnehmers (z.B. Prüfungstermin an der Uni) entgegenstehen.

Mehr arbeiten als vereinbart

Sie dürfen zur Leistung von Mehrstunden herangezogen werden, wenn Sie sich beispielsweise  im Arbeitsvertrag zur Mehrstundenleistung verpflichtet haben oder diese Verpflichtung im Kollektivvertrag vorgesehen ist. Stehen je­doch im konkreten Einzelfall Ihre berücksichtigungswürdigen Interessen der Mehr­leistung entgegen (wie zum Beispiel der Besuch einer Lehrveranstaltung), sind Sie nicht verpflichtet, Mehrstunden zu leisten.

Achtung

Im Einzelfall muss immer abgewogen werden, ob das Interesse des Arbeitgebers (an der Leistung von Mehrstunden) oder des Arbeit­nehmers (z.B. Besuch einer Lehrveranstaltung) überwiegt.

Was man für Mehrarbeit bekommt

Unter Mehrarbeit versteht man jene Arbeitszeit, die zwischen der vereinbarten Teilzeitarbeit bzw der kollektivvertraglich verkürzten Arbeitszeit (zB 38,5 Stunden) und der gesetzlichen Normalarbeitszeit (z.B.: 40 Stunden) liegt. Für Mehrstunden bekommen Sie einen Zuschlag von 25 %. Ist Zeitausgleich für Mehrstunden vereinbart, bekommen Sie nur dann den 25-%igen Zuschlag, wenn Sie den Zeitausgleich nicht innerhalb des Kalendervierteljahres oder eines anderen vereinbarten 3-Monats-Zeitraums konsumieren.

Achtung!

Kollektivverträge können auch abweichende Regelungen enthalten, zum Beispiel einen 4-Monate-Zeitraum.

Prüfungstermine in der Arbeitszeit

Ein gesetzlicher Anspruch auf Freizeit für die Ablegung von Prüfungen besteht nicht. Vereinzelt sehen jedoch Kollektivverträge Freistellungsansprüche für Bildungszwecke vor. Darüber hinaus haben ArbeitnehmerInnen nur die Möglich­keit, mit dem Arbeitgeber Urlaub zu vereinbaren. Die Möglichkeit wegen einer Prüfung - einseitig - den Urlaub anzutreten, besteht nicht.

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