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Die Corona-Krise verlangt Kindern, Jugendlichen, Lehrpersonal und Eltern viel Flexibilität im Schulbetrieb ab. © Africa Studio , stock.adobe.com
27.1.2021

Corona: So laufen Betrieb und Betreuung an den Schulen

Schülerinnen und Schüler der Primarstufe, der Sekundarstufe I und der Poly­technischen Schulen befinden sich seit 7. Jänner 2021 im ortsungebundenen Unterricht – dieser wird zumindest bis 7. Februar 2021 fortgeführt. Die Schulen bleiben aber auch weiterhin für Betreuung und pädagogische Unterstützung offen. Alle Schülerinnen und Schüler, unabhängig vom beruflichen Hinter­grund ihrer Eltern, können diese Betreuung und Unterstützung in Anspruch nehmen. Ganztägige Betreuung kann allerdings nur für jene Kinder gewähr­leistet werden, welche auch bei "normalem" Schulbetrieb für den Be­treuungsteil angemeldet sind.

Sonderschulen

Auch die Schülerinnen und Schüler an Sonderschulen befinden sich ab dem 25. Jänner 2021 im ortsungebundenen Unterricht. Die Schulleitung (bzw. die Bildungsdirektion) kann jedoch für einzelne Gruppen, Klassen oder die gesamte Schule Präsenzunterricht anordnen. Schülerinnen und Schülern, die sich aus mit der COVID-19-Pandemie in Zusammenhang stehenden Gründen nicht in der Lage sehen, an diesem Unterricht teilzunehmen, kann wie bisher die Erlaubnis zum Fernbleiben vom Unterricht erteilt werden. Darüber hinaus können Schülerinnen und Schüler die in der Schule angebotene Betreuung in Anspruch nehmen, wenn sie diese benötigen.

Semesterzeugnis

Die Semesterzeugnisse werden den Schülerinnen und Schülern an einem der ersten beiden Unterrichtstage des Sommersemesters übergeben. Schülerin­nen  und Schüler der 4., 8. und 9. Schulstufe bzw. deren Erziehungsberechtigte können beantragen, dass sie die Schulnachricht bereits vor diesem Zeitpunkt erhalten.

Aufnahme in eine weiterführende Schule

Die in der Verordnung zu den Aufnahmeverfahren festgelegten Termine bleiben aufrecht. Eignungsprüfungen, die zur Aufnahme in bestimmte Schulen vorgesehen sind (z. B. Schulen mit Sport oder musischem Schwerpunkt, BAfEP/BASOP), finden statt. Zur Vermeidung von Menschenansammlungen sind geeignete Maßnahmen zu setzen.

Schularbeiten

Schularbeiten können an AHS-Oberstufen, berufsbildenden mittleren und höheren Schulen und Berufsschulen im Präsenzunterricht stattfinden. Voraussetzung für die Abhaltung von Schularbeiten und anderen schriftlichen Leistungsfeststellungen ist eine zeitgerechte und intensive Vorbereitung im Unterricht. Pro Tag und Woche darf nicht mehr als die Zahl an Schularbeiten stattfinden, die für die jeweilige Schulart festgelegt ist (Volksschulen, Mittelschulen, Polytechnische Schulen, AHS: maximal eine pro Tag, maximal zwei pro Woche; BMHS: maximal eine pro Tag, maximal drei pro Woche; Berufsschule: maximal zwei pro Tag, in lehrgangsmäßigen Berufsschulen maximal drei pro Woche). In der Primarstufe und Sekundarstufe I sowie in Polytechnischen Schulen müssen Schularbeiten verschoben werden oder entfallen.

Für das Wintersemester 2020/21 gilt:

  • In jedem Unterrichtsgegenstand darf max. eine Schularbeit stattfinden.
  • Bei Verschiebung des Termins einer Schularbeit kann der Lehrstoff erneut bekannt gegeben werden. Dabei ist darauf zu achten, dass der Umfang der Stoffgebiete angemessen und durch die Schülerinnen und Schüler bewältigbar ist.
  • Schularbeiten, die nicht stattgefunden haben oder von Schülerinnen und Schülern (z. B. aufgrund von Quarantäne) versäumt wurden, sind nicht nachzuholen, sofern dies im betreffenden Semester nicht möglich ist und mit den anderen Leistungsfeststellungen eine sichere Leistungsbeurteilung möglich ist. Eine Absage von Schularbeiten soll in Abschlussklassen nach Möglichkeit vermieden werden.
  • Es ist sicherzustellen, dass Schularbeiten, die durchgeführt wurden und bei denen mehr als die Hälfte der Schülerinnen und Schüler mit "Nicht genügend" zu beurteilen war, nach Wiederaufnahme des Präsenzbetriebs wiederholt werden.

Matura im Schuljahr 2020/21

Das Unterrichtsjahr endet am 2. Mai, die schriftliche Reifeprüfung findet am 20. Mai statt und dazwischen gibt es einen zweiwöchigen Ergänzungsunter­richt. Zusätzlich gibt es bereits nach Weihnachten einen zusätzlichen För­derunterricht für Maturaklassen im Ausmaß von zwei Wochenstunden pro Klasse.

Weiters finden die Präsentation und die Diskussion der vorwissenschaftlichen Arbeiten, Diplom- oder Abschlussarbeiten freiwillig statt und können notfalls auch im virtuellen Raum stattfinden.

Die Anzahl der schriftlichen Klausurarbeiten wird nicht eingeschränkt, dafür wird die Klausurarbeitszeit um 60 Minuten verlängert.

Die Jahresnote wird nach wie vor berücksichtigt. Bei der schriftlichen Klau­surarbeit muss ein Schwellenwert von 30 Prozent erreicht werden - statt zumindest 50 Prozent. Diesmal sollte also kein leeres Blatt abgegeben werden.

Bei der mündlichen Prüfung werden die Themenbereiche auf maximal ein Drittel eingeschränkt. Dies ist für die Maturantinnen und Maturanten erfreu­lich, da sie in diesem Jahr andere wichtige Dinge wie Selbstorganisation, Eigen­verantwortung und Resilienz vertieft oder erlernt haben.

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