17.5.2017

10.000 Euro fürs Praktikum zu wenig gezahlt

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Schülerinnen und Schüler von berufsbildenden Schulen müssen im Rahmen ihrer Ausbildung Pflichtpraktika absolvieren. "Immer wieder kommen Jugendliche zu uns, die während ihres Praktikums zu wenig oder gar nichts bezahlt bekommen", sagt AK-Jugendexpertin Petra Trabi. In den meisten Fällen handelt es sich auch bei Pflichtpraktika – die in den Lehrplänen der Schulen vorgeschrieben sind – um Arbeitsverhältnisse, mit allen Rechten und Pflichten. Karin Ladenberger aus der Bildungsabteilung erklärt in diesem Video, worauf du achten musst, wenn  du im Sommer arbeitest.

Ein Einspruch genügte

Im konkreten Fall konnte nach Intervention der Arbeiterkammer einer Pflichtpraktikantin zu ihrem Recht verholfen werden. Normales Arbeitsverhältnis Als Bezahlung war ein Taschengeld in Höhe von knapp 350 Euro vereinbart. Der Pflichtpraktikantin stand für ihre zehnmonatige Vollzeittätigkeit im Betrieb jedoch ein weit höheres Entgelt zu, da es sich eindeutig um ein Arbeitsverhältnis handelte. Die Schülerin war an die Arbeitszeiten in der Firma gebunden, bekam Arbeitskleidung zur Verfügung gestellt und verwendete die Arbeitsmittel der Firma. Mit Hilfe der AK wurden der Schülerin auf außergerichtlichem Weg knapp 10.000 Euro netto von der Firma nachbezahlt. Und das nach zwei Briefen an die betreffende Firma. Nach der Klagsandrohung zahlte die Firma sofort.

Tipp/Hinweis/Achtung

Du hast Fragen oder brauchst Hilfe? Das Team der Bildung hilft dir gerne weiter: 05/7799-2427 oder bjb@akstmk.at.

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