8.8.2016

Hürden bei der Fortbildung für Fachkräfte

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Um nicht beruflich zurückzubleiben, sei der Begriff lebensbegleitendes Lernen vom Schlagwort zur Notwendigkeit geworden, sagte AK-Präsident Pesserl bei der Begrüßung zur Studienpräsentation. "Ich gehe meinen Weg – Weiter mit Bildung nach Lehre und BMS" ist der Titel der Studie von Univ.Prof. Dr. Rudolf Egger und Cathrin Wolf, MA, die im Auftrag der Arbeiterkammer erstellt und im AK-Festsaal präsentiert wurde. "Es geht bei der Frage der Fortbildung um mehr Engagement der Unternehmen, die ja auch unmittelbar davon profitieren, aber auch der öffentlichen Hand, die erst kürzlich das Fachkräftestipendium auslaufen ließ", kritisierte der AK-Präsident.

Lehre schützt vor Arbeitslosigkeit

Dr. Rudolf Egger forderte einen Imageschub für die duale Lehrausbildung, die zwar international bewundert wird, in Österreich aber wenig Ansehen hat. "Kaum jemand weist darauf hin, dass eine Lehre weitgehend vor Arbeitslosigkeit schützt." Auch in die Berufs- und Bildungsberatung müsse mehr investiert werden.

Umsetzungsorientierte Lernformen

Für das geringe Interesse an Weiterbildung nach einem mittleren Ausbildungsabschluss (Lehre, BMS) machte Wolff neben anderen Faktoren auch den praxisorientierten Bildungsweg verantwortlich. Viele dieser jungen Menschen seien umsetzungsorientiert und hätten keine Lust auf das oft verschulte Angebot an Weiterbildung.
Die Studie habe auch ergeben, dass man nicht einheitlich von den Lehrlingen sprechen könne. Vielmehr gebe es branchentypische Besonderheiten, die im Bildungsangebot berücksichtigt werden müßten. Eine zentrale Rolle spiele aber das Unternehmen, von dem es abhänge, ob, wann und zu welchen Kosten Bildung angeboten werde. Die Studie "Ich gehe meinen Weg – Weiter mit Bildung nach Lehre und BMS" erscheint demnächst als Buch im Springer Verlag.

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