2.5.2016
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Kinder bei Tagesmutter glücklicher

Kleines Mädchen bei der Kinderbetreuung © micromonkey, fotolia.com

Hinter fast jeder beruflich aktiven Mutter steht eine, deren Beruf Mutter auf Zeit ist: Eine Tagesmutter, Kleinkindpädagogin oder Kinderbetreuerin. Eine Studie zeigt, dass sich gerade die ganz Kleinen eher bei einer Tagesmutter geborgen fühlen als in einer Kinderkrippe. 

Kathi ist mit Lukas, Tina, Maxi bei Tagesmutter Elisabeth. Dort spielt sie, jausnet, tollt im Garten herum, isst zu Mittag und wird nach dem Mittagsschlaf von Papa oder Mama in Empfang genommen. Der Tagesablauf bleibt stets gleich und bietet so Orientierung und Sicherheit. Elisabeth ist nur eine von rund 700 Tagesmüttern und auch -vätern, die in der Steiermark ihren Beruf ausüben. Sie betreuen dabei maximal vier Kinder gleichzeitig. Sie alle haben rund 330 Unterrichtseinheiten Ausbildung und 160 Stunden Praktikum absolviert und dort gelernt, wie sie mit anfänglichem Trennungsschmerz oder Trotzanfällen umgehen, und wie sie Kinder in ihrem Entdeckungsdrang und Lerneifer unterstützen. 

Vorteile gegenüber Krippe

Prinzipiell betreuen Tageseltern auch Schulkinder – manche haben sich sogar darauf spezialisiert. Häufig decken sie jedoch den Betreuungsbedarf vor dem Kindergartenalter ab. Dabei bietet diese Form der Kleinkindbetreuung und -bildung ein paar Vorteile, die keine institutionelle Form aufweist: Die Gruppengröße ist familienähnlich und die Betreuungszeiten können flexibler gestaltet werden. Auch nicht unwichtig: Tageseltern haben nur fünf Wochen Urlaub im Jahr.
Gerade Kinder unter drei Jahren fühlen sich, wie eine Studie der Wiener Entwicklungspsychologin Dr. Lieselotte Ahnert zeigt, oft bei Tageseltern wohler als in einer Kinderkrippe und bauen eine stabilere Bindung zu ihrer Betreuungsperson auf. Auch Eltern sehen in dieser Art von Kinderbetreuung Vorteile: Wenn sie nur an zwei oder drei Tagen pro Woche eine Betreuung benötigen – oder wenn ihre Arbeitszeiten nicht zu den Öffnungszeiten der Kinderkrippe passen. Betreuungsverträge können ab 15 Wochenstunden in Fünferschritten abgeschlossen werden (bis maximal 45 Wochenstunden). 

AK fordert Fixlohn

"Letztendlich liegt die Entscheidung bei den Eltern, ob sie Tageseltern oder eine Krippenbetreuung bevorzugen", betont AK-Gleichstellungsreferentin Mag. Bernadette Pöcheim. "In beiden Betreuungsformen werden gute Voraussetzungen für die Entwicklung der Kinder geschaffen." Die Betreuungskosten bei Tageseltern richten sich nach dem Stundenausmaß; Förderungen gibt es, sozial gestaffelt, beim Land oder auch beim AMS. Kinderbetreuungs-kosten steuerlich absetzbar – die AK hilft bei der Geltendmachung.
Tageseltern können aber auch in Gemeinden, in denen Kinderkrippe oder Kindergarten nur eingeschränkt geöffnet haben, in diesen Räumlichkeiten Randzeiten abdecken.Wermutstropfen bei dieser Form der Betreuung ist jedoch derzeit noch die mangelnde finanzielle Absicherung der Tageseltern. "Die Arbeiterkammer unterstützt die Tageseltern in ihrer Forderung nach einem Fixlohn", erklärt Pöcheim. "Sie leisten wertvolle Arbeit, die auch entsprechend honoriert werden soll."

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