3.11.2017
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Bessere Jobchancen dank Ausbau der Kinderbetreuung

Kind schneidet mit Schere © -, AK OÖ

Waren Frauen mit Geburten 2006, die vor der Geburt gut erwerbsintegriert waren, noch durchschnittlich 732 Tage nach der Geburt zu Hause, hat sich die Dauer auf 607 Tage 2012 verkürzt. Damit kehren Frauen vier Monate früher zurück in den Beruf. Grund dafür sind, dass die Kurzmodelle beim Kinderbetreuungsgeld (KBG) genutzt werden, vermehrt eine partnerschaftliche Teilung erfolgt und der Ausbau der Betreuungsplätze für unter dreijährige Kinder voranschreitet.

Väter beteiligen sich

Bei den gut erwerbsintegrierten Männern ist die Zahl von 3.583 Beziehern 2006 auf 9.636 im Jahr 2014 gestiegen. Bei vor der Karenz nicht oder schlecht erwerbsintegrierten Männern gibt es dagegen nur eine geringe Steigerung. Allerdings steigen vor allem die kurzen Unterbrechungen. Von jenen Frauen, die zuvor überwiegend beschäftigt waren, sind 74 Prozent bis zum zweiten Geburtstag des Kindes wieder erwerbstätig, wenn der Partner auch Karenz in Anspruch genommen hat. Mit 58 Prozent am niedrigsten sind die Wiedereinstiegsquoten bei Frauen, deren Partner sich nicht beteiligen. Nur Alleinerzieherinnen liegen mit 53 Prozent noch darunter.

Lohneinbußen von 2.000 Euro

Frauen müssen durch Karenz und Teilzeit deutliche Einkommensnachteile in Kauf nehmen. So hatte die Hälfte der Frauen mit Geburten 2010 vor der Geburt ein Bruttoeinkommen von 2.000 Euro und mehr, im fünften Jahr danach erreichen nur mehr 31 Prozent dieses Einkommen. Für Männer sind dagegen keine Einkommensverluste feststellbar.

Rechts- und Kündigungsschutz

Die AK fordert unter anderem, dass jährlich 100 Millionen Euro durch den Bund bereitgestellt werden, um den Ausbau der Plätze für unter Dreijährige und eine Verbesserung der Öffnungszeiten zu unterstützen. AK-Präsident Josef Pesserl: "Investitionen in Kinderbetreuung sind eine Zukunftsinvestition. Sie bringen auf vielen Ebenen Vorteile. Sie sind eine Frühförderung für die Kinder, sie erleichtern den Wiedereinstieg und haben zudem positive Beschäftigungseffekte." Zudem braucht es einen arbeitsrechtlichen Rechtsanspruch samt Kündigungsschutz, damit der Papamonat auch genutzt werden kann und nicht vom Good Will des Unternehmens abhängig ist.

Bernadette Pöcheim, Leiterin der Frauenabteilung: Die partnerschaftliche Teilung ist der zentrale Faktor, dass der Wiedereinstieg gelingt. Das zeigt sich in unseren Beratungen immer wieder.

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