18.1.2016
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Studie: Es tut Kindern gut, wenn Mama arbeitet

Mama kocht mit ihrem Sohn und ihrer Tochter Spaghetti © Fotolia/contrastwerkstatt, AK Stmk

Töchter berufstätiger Mütter werden selbst erfolgreicher im Job; die Söhne bringen sich aktiver in Haushaltstätigkeiten ein. Das besagt eine aktuelle Studie der amerikanischen Harvard Business School, die auf Daten von 24 Ländern (darunter auch Österreich) basiert. Generell kritisieren die Studienautorinnen jedoch die Hartnäckigkeit der Rollenbilder: In allen untersuchten Ländern sind noch immer die Frauen in größerem Ausmaß für den Haushalt zuständig. 

Auch heute noch wird Frauen, die Kinder erziehen und gleichzeitig ihren Beruf ausüben, vorgehalten, sie würden mit ihrer Lebensform den Nachwuchs vernachlässigen und nur an sich selbst denken. Stimmt überhaupt nicht, widerspricht eine aktuelle Studie aus Harvard, die Daten aus 24 Ländern auswertet: Das Gegenteil ist der Fall. Die Kinder profitieren sogar von der Erwerbstätigkeit ihrer Mutter. Das betrifft vor allem Töchter, die als Erwachsene im Schnitt vier Prozent mehr verdienen als Kolleginnen mit Vollzeitmüttern. Sie steigen auch eher in Führungspositionen auf – jede dritte Tochter einer berufstätigen Mutter macht Karriere. Die These der Studienautorinnen dazu: Erwerbstätige Mütter können ihren Töchtern durch eigene Erfahrungen und Vorbildwirkung eher das Rüstzeug für erfolgreiche Berufslaufbahnen mitgeben.

Buben werden liberaler und verständnisvoller

Aber auch die Buben kommen nicht zu kurz. Sind sie bereits mit einer berufstätigen Mutter aufgewachsen, führen sie eher gleichberechtigte Beziehungen und bringen sich auch mehr in die Betreuung der Kinder und die Haushaltsarbeit ein. Sie beschäftigen sich durchschnittlich eine Stunde pro Woche länger mit ihren Kindern als Söhne von Vollzeitmüttern. Insgesamt, so das Studienergebnis, haben Kinder berufstätiger Mütter liberalere Einstellungen und mehr Verständnis für erwerbstätige Frauen. Ganz abgesehen davon, dass der eine oder die andere auch stolz auf die beruflichen Leistungen der Mutter ist. 

Frauen sichern ihre Unabhängigkeit

Nicht nur die Kinder, sondern auch die Frauen selbst profitieren davon, wenn sie in ihrer aktiven Familienphase den Beruf nicht ganz aus dem Auge verlieren. "Die Erfahrung zeigt: Um nicht den Anschluss im Berufsleben zu verlieren, ist ein möglichst früher Wiedereinstieg nach der Babypause empfehlenswert", betont AK-Gleichstellungsreferentin Mag. Bernadette Pöcheim. "Das heißt allerdings noch lange nicht, dass die Eltern sofort wieder Vollzeit arbeiten müssen – dazu gibt es ja die Möglichkeit der Elternteilzeit." Ein rascher Wiedereinstieg sichert nicht nur den Job, sondern trägt auch zu einem höheren Einkommen und damit zu mehr finanzieller Unabhängigkeit bei. Laut einer Untersuchung des Arbeitsmarktservice verdienen jene Frauen, die bald wieder im Job Fuß gefasst haben, deutlich mehr als Mütter nach einer langen Familienpause. 

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