9.10.2017
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AK untersucht Wiedereinstieg

Frau hält ein fröhliches Baby in den Armen. © pressmaster, fotolia.com

Wenn ich zweieinhalb Jahre beim Kind daheim bleiben kann und Geld dafür bekomme – wieso sollte ich dann früher in den Job zurückkehren? Wo es doch eh keinen freien Krippenplatz gibt … Das haben sich viele Frauen früher gefragt und damit in Kauf genommen, dass sie mit einer Berufsunterbrechung über die arbeitsrechtliche Karenz hinaus ihr Rückkehrrecht an den alten Arbeitsplatz aufgegeben haben. Ebenso den Kündigungsschutz. Seither hat sich viel getan – wie das 3. AK-Wiedereinstiegsmonitoring beweist. Verglichen wurden Eltern, die ab dem Jahr 2006 ein Kind bekommen haben. Dabei zeigt sich, dass die Frauen mit einer Geburt im Vergleichsjahr 2012 um vier Monate früher ins Berufsleben zurückgekehrt sind als jene, die sechs Jahre zuvor geboren hatten. "Grund dafür sind einerseits die inzwischen geschaffenen kürzeren Kinderbetreuungsgeld-Modelle und andererseits der Ausbau der Kinderbetreuungsplätze", erklärt AK-Gleichstellungsreferentin Mag. Bernadette Pöcheim. "Wir sind auf dem richtigen Weg." Innerhalb von sieben Jahren wurden österreichweit 28.000 Betreuungsplätze für Unter-3-Jährige geschaffen.

Gleich viel für alle

Neu ist auch das Kinderbetreuungsgeldkonto. "Jetzt, wo man selbst wählen kann, wie lange man das Geld bezieht und trotzdem jeder gleich viel bekommt, ist endlich der Anreiz weggefallen, länger als arbeitsrechtlich vorgesehen daheim zu bleiben“, betont Pöcheim. Für Geburten vor März 2017 galt nämlich bei allen nicht einkommensabhängigen Kindergeld-Varianten, dass diejenigen mit der längsten Babypause in Summe mehr Geld vom Staat bekamen. Nun erhält jede Frau 12.366,20 Euro (oder jedes Paar 15.449,28 Euro). Wenn nicht das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld gewählt wird, das mittlerweile zum beliebtesten Modell aufgestiegen ist. Ein gutes Drittel der Beziehenden entscheidet sich dafür. Seit 2006 deutlich zugenommen hat die Beteiligung der Väter, allerdings mit einem Wermutstropfen: Sie bleiben nun kürzer daheim. "Eine partnerschaftlich gerechtere Aufteilung ist weiterhin unser Ziel“, erklärt Pöcheim. Denn die Väterbeteiligung hat eine klare Auswirkung auf die Berufstätigkeit der Mütter, so das Wiedereinstiegsmonitoring: Geht der Vater mindestens 6 Monate in Karenz, sind 92 Prozent der Frauen am 2. Geburtstag des Kindes wieder am Arbeitsplatz. Beteiligt er sich nicht, sind es nur 58 Prozent.

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