Familienzeitbonus - Papamonat für Berufstätige mit finanzieller Unterstützung

GÜLTIG FÜR GEBURTEN AB 01.03.2017!

Der Familienzeitbonus ist eine Geldleistung für erwerbstätige Väter, die sich unmittelbar nach der Geburt des Kindes ausschließlich der Familie widmen wollen und ihre Erwerbstätigkeit für diese Zeit unterbrechen. 

Tipp

Der Familienzeitbonus steht auch Adoptiv- oder Dauerpflegevätern sowie gleichgeschlechtlichen Partnern/-innen zu.

Anspruchsvoraussetzungen

  • Anspruch und Bezug der Familienbeihilfe für das Kind,
  • Lebensmittelpunkt von antragstellendem Elternteil, Kind und anderem Elternteil in Österreich,
  • ein auf Dauer angelegter gemeinsamer Haushalt mit dem Kind und dem anderen Elternteil sowie idente Hauptwohnsitzmeldungen,
  • Inanspruchnahme der Familienzeit
  • Erfüllung des Erwerbstätigkeitserfordernisses vor Bezugsbeginn
  • für Nicht-Österreicher/innen zusätzlich ein rechtmäßiger Aufenthalt in Österreich nach dem Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz bzw. nach dem Asylgesetz 2005.

Die genauen Anspruchsvoraussetzungen für den Familienzeitbonus finden Sie unter http://www.bmfj.gv.at/familie/finanzielle-unterstuetzungen/familienzeitbonus.html

Achtung

Die Erwerbstätigkeit des Vaters muss während der Familienzeit unterbrochen und danach wieder aufgenommen werden. Das heißt, dass Sie nicht direkt an die Familienzeit eine Karenz anhängen können.

Anspruchsdauer

AnspruchsdauerBonus
28 bis 31 Tage22,60 Euro pro Tag
  • Der Bonus muss innerhalb von 91 Tagen ab der Geburt in Anspruch genommen werden.
  • Der Bezug muss ununterbrochen erfolgen. Das heißt die Bezugsdauer kann nicht verlängert, verkürzt, verschoben, aufgeteilt oder vorzeitig beendet werden.
  • Der Familienzeitbonus kann pro Geburt nur einmal in Anspruch genommen werden. 
  • Ein gleichzeitiger Bezug von Familienzeitbonus und Kinderbetreuungsgeld durch dieselbe Person ist nicht möglich.

Beachten Sie

Der Familienzeitbonus wird auf ein allfälliges später vom Vater bezogenes Kinderbetreuungsgeld angerechnet, wobei sich in diesem Fall der Betrag des Kinderbetreuungsgeldes, nicht jedoch die Bezugsdauer verringert.

Vereinbarung mit dem Arbeitgeber

Es gibt gegenüber dem Arbeitgeber/der Arbeitgeberin keinen Rechtsanspruch auf Dienstfreistellung für eine Familienzeit. Sie müssen also eine Vereinbarung mit dem Arbeitgeber/der Arbeitgeberin - am besten schriftlich - abschließen.

Fragen Sie bei Ihrem Betriebsrat oder der Gewerkschaft auch nach speziellen Regelungen im Kollektivvertrag oder in Betriebsvereinbarungen - möglicherweise finden Sie dort andere Möglichkeiten für eine gemeinsame Zeit zu Hause (Papamonat o.ä.).

Kein Kündigungsschutz

Sie haben keinen besonderen Kündigungsschutz in der Familienzeit. Werden Sie allerdings im Zusammenhang mit dem Familienbonus gekündigt oder entlassen, wäre das eine verbotene Diskriminierung. Wenden Sie sich bei einem entsprechenden Verdacht am besten an den AK Rechtsschutz.

Antragstellung

Der Familienzeitbonus gebührt nur auf Antrag mit dem eigens vom Bundesministerium zur Verfügung gestellten Antragsformular.

Antragsfrist

  • Fühestens ab dem Tag der Geburt des Kindes
  • Spätestens binnen 91 Tage ab dem Tag der Geburt des Kindes

Festlegung der Bezugsdauer

Bereits bei der Antragstellung ist die Bezugsdauer (28, 29, 30 oder 31 Tage) festzulegen. Eine Änderung ist dann nicht mehr möglich. 

Ort der Antragstellung

Die Antragstellung hat bei dem Krankenversicherungsträger zu erfolgen, bei dem der Vater am letzten Tag vor Antritt der Familienzeit als Erwerbstätiger versichert ist.

Versicherung

In der Zeit, in der Sie den Familienzeitbonus erhalten, besteht eine Kranken- und Pensionsversicherung. 


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