Papa mit seinem Baby auf dem Arm © stock.adobe.com/timonko, AK Stmk
Papa mit seinem Baby auf dem Arm © stock.adobe.com/timonko, AK Stmk
19.12.2016

Papamonat: Es tut sich was

Auch Väter möchten dabei sein, wenn es anfangs noch ein bisschen drunter und drüber geht und der Tag allein damit ausgefüllt sein könnte, ihr Baby zu bestaunen. Bisher musste für diese erste gemeinsame Familienzeit oft der Urlaub geopfert werden. Lediglich Väter im Öffentlichen Dienst – bei Bund und Land – hatten einen Rechtsanspruch auf maximal vier Wochen unbezahlter Karenz während des Mutterschutzes (wenn weder Kaiserschnitt noch Frühgeburt: bis acht Wochen nach der Geburt).

In manchen Kollektivverträgen gibt es Regelungen für einen Papamonat (oft nur ein bis zwei Wochen, dafür in einigen Fällen mit Bezahlung), aber auch Betriebsvereinbarungen wurden dazu getroffen. "Eine Nachfrage beim Betriebsrat lohnt sich jedenfalls", empfiehlt die AK-Gleichstellungsreferentin.

Ab 2017 neue Regelung

Mit 2017 sollen dann alle Väter die Möglichkeit einer Berufspause nach der Geburt ihres Kindes haben: Zwischen 28 und 31 Tage lang, innerhalb von 91 Tagen nach der Geburt. Währenddessen sind sie kranken- und pensionsversichert. Einen Rechtsanspruch gibt es allerdings nicht; auch keinen Kündigungsschutz, wie von der AK gefordert. Der finanzielle Ausgleich in dieser Zeit beträgt ca. 700 Euro.

Nähere Daten sind unserem doppelseitigen Merkblatt Neuerungen März 2017 zu finden. Links unten ist der "bezahlte Papamonat".

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