18.8.2016
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Angst vor der Pensionslücke

Ein Sparschwein, das auf Geld wartet. © Buchsteiner, AK Stmk

In der Untersuchung wurden sechs große, für die Steiermark relevante Banken genauer angeschaut, bei der Versicherungen erfolgte die Anbieterauswahl nach dem Marktanteil im Bereich Lebensversicherung nach Angaben des Verbands der Versicherungsunternehmen Österreichs www.vvo.at. Die von den Anbietern errechneten "Pensionslücken" sind in vielen Fällen recht hoch angesetzt und gehen nicht auf die individuelle Situation des Konsumenten ein. Es bleibt der erste Eindruck, die Pensionslücke wird als Druckmittel eingesetzt, um rasch Vorsorgeprodukte abzuschließen. 

Großer Verkaufsdruck

Auf die Verbraucher wird großer Druck ausgeübt, die „Lücke“ schließen zu müssen. Mit dem Kundenberater kann gleich per Formular oder telefonisch ein Termin vereinbart werden. Ganz klar geht hervor, dass die Anbieter ihre Kunden „abholen“ wollen zum persönlichen Beratungsgespräch. Diese Beratung ist gut, sollte sich aber deutlich vom Produktverkauf unterscheiden. Diese Art der Beratung kann gar nicht zielführend sein. Ein Berater einer Bank oder eines Versicherers wird ein Produkt aus der eigenen Palette anbieten (müssen) und steht unter Verkaufsdruck.

Rechner mit unterschiedlichen Ergebnissen

Die verschiedenen Rechner der Anbieter ermitteln Pensionslücken von 211 Euro bei der Wiener Städtischen bis zu 808 Euro bei der Volksbank. Bei den Bankenrechnern gibt es bei einfacher Berechnung eine Bandbreite von 383 Euro bei der Bawag und 677 Euro bei der Erste Bank. Bei detaillierten Ergebnissen (genaue Eingabe von Pensionsdaten) ergeben sich Beträge von 536 Euro bei der Erste Bank und 808 Euro bei der Volksbank. Bei den Versicherungen ist es ähnlich: 211 Euro bei der Wiener Städtischen Versicherung und 678j Euro bei der s-Versicherung bei einfacher Berechnung. Bei detaillierter 534 bei der s-Versicherung und Wiener Städtischen und 775 Euro bei Generali.

Wie man sich vorbereiten kann

Aktuelle Ausgaben kennen

Informieren Sie sich, wie viel Geld sie für Auto, Lebensmittel, Hobbies, Miete Zinsen… ausgeben. Mit einer realistischeren Sichtweise über Ihre finanziellen Mittel und für die Zukunft kann die Angst vor eine „Pensionslücke“ weniger werden.

Andere Verträge einbeziehen

Auch bestehende Verträge in die Situation einbeziehen. Wenn Sie ein neues Vorsorgeprodukt suchen, sollten Sie neben Sicherheit und Laufzeit auch bei der Beurteilung der Ertragssituation der Kostenaspekt beleuchten. So macht die hohe Kostenbelastung zB bei Lebensversicherungprodukten einen Ertrag unwahrscheinlich bis unmöglich. Von den analysierten Rechnern kann man nur beim Rechner der Wiener Städtischen bestehende Vorsorgeverträge berücksichtigen.

Gute Vorbereitung bei Beratung

Jeder, der genau weiß, was er will kann gezielter fragen und mehr Information aus der Beratung heraus holen.

Unabhängige Berater wählen

Das Pensionskonto ist für viele Vermittler ein willkommener Anknüpfungspunkt zum Kundenkontakt. Sie sollten sich fragen, wer der Vermittler ist und in welcher Funktion er was vermitteln möchte. Einschlägige Vertreter bieten natürlich nur die eigenen Produkte an. Nur ein unabhängiger Berater hat Zugang zu einem breiteren Angebot.

TIPP

Nicht den erstbesten Rat annehmen, sondern genau überlegen, welches Produkt die eigenen Möglichkeiten, Anlagenziele, Risikobereitschaft und gewünschte Anlagedauer abdeckt. Und: Bestehende Verträge berücksichtigen.

 

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Arbeiten in der Pension

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