10.2.2017
Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen

Info-Tour: Wenn Pflegende erben

AK Präsident Josef Pesserl mit Dr. Peter Wenger bei der Infoveranstaltung zum Erbrecht. © Graf, AK Stmk

Zu Hause Angehörige zu pflegen, ist eine große Herausforderung. Nach dem Tod der gepflegten Person fallen die erbrachten Leistungen gerne unter den Tisch. Mit einer Reform im Erbrecht hat der Gesetzgeber versucht, diesen Missstand zu beseitigen. Darum hat die Arbeiterkammer 14 Infoveranstaltungen geplant, bei denen es neben dem Vortrag auch 20-minütige individuelle Beratungen gibt.

Der Auftakt fand Anfang Februar in Graz statt, wo der öffentliche Notar Dr. Peter Wenger in seinem Vortrag die Neuerungen präsentierte (siehe Infobox rechts). Über 400 Interessierte nutzten diese Gelegenheit sich zu informieren. AK Präsident Josef Pesserl: "Fachleute sprechen davon, dass es die größte Erbrechtsänderung seit 200 Jahren ist. Umso wichtiger ist das Erbrecht, wenn es verabsäumt wird ein Testament zu machen".

Was ist das Pflegevermächtnis?

Nahestehende Personen eines pflegebedürftigen Verstorbenen haben unter bestimmten Voraussetzungen nun Anspruch auf das Pflegevermächtnis. Seit 1. Jänner 2017 werden erstmals auch Pflegeleistungen durch nahe Angehörige im Erbrecht berücksichtigt. Der pflegenden Person steht künftig ein gesetzliches Vermächtnis zu, wenn der oder die Verstorbene in den vergangenen drei Jahren vor ihrem bzw. seinem Tod mindestens sechs Monate gepflegt wurde. Die Pflege muss nicht durchgehend gewesen sein. Und sie darf nicht bloß geringfügig, sondern muss durchschnittlich mehr als 20 Stunden im Monat gedauert haben. Unter Pflege versteht der Gesetzgeber dabei jede Tätigkeit, die der oder dem Betroffenen die nötige Betreuung und Hilfe zusichert, und die Möglichkeit, das Leben daheim mit der Unterstützung vom pflegenden Angehörigen zu verbessern. Nahestehend sind Personen aus dem Familienverband: Aus dem Kreis der gesetzlichen Erben des Verstorbenen, deren Ehegattin und Ehegatte, eingetragene Partnerin und Partner oder Lebensgefährtin und Lebensgefährte und deren Kinder.

Wie hoch ist das Pflegevermächtnis?

Die Höhe des Pflegevermächtnisses richtet sich nach Art, Dauer und Umfang der erbrachten Leistungen und orientiert sich vor allem am verschafften Nutzen – in der Regel ist es die Ersparnis von eigenen Aufwendungen. Und sie orientiert sich nicht am Wert der Verlassenschaft.


Die Termine in den Bezirken

16. Februar, 18:30 UhrAK Bruck an der Mur
1. März, 18.30 UhrVolkshaus Feldbach
7. März, 18 UhrAK Hartberg
7. März, 18.30 UhrKulturhaus Liezen
9. März, 18.30 UhrKammersäle Leoben Donawitz
13. März, 18.30 UhrAK Murtal
14. März, 18 UhrAK Voitsberg
20. März, 18.30 UhrAK Murau
21. März, 17.30 UhrAK Leibnitz
23. März, 18.30 UhrVolkshaus Fürstenfeld
27. März, 18.30 UhrAK Mürzzuschlag
28. März, 17.30 UhrKunsthaus Weiz

Das Pflegegeld wurde erhöht

Das Pflegegeld für alle Stufen ist seit Jänner um zwei Prozent erhöht. Bei der 24-Stunden-Betreuung gibt es mehr Transparenz.

Unterstützung im Pflegealltag

Pflegemesse im Kammersaal informierte umfassend über zahlreiche Betreuungsangebote und finanzielle Hilfen.

Pflegefreistellung

Zeit für die Pflege naher An­ge­hö­ri­ger.

TeilenZu Merkzettel hinzufügen

Facebook-Funktion aktivieren

Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen
Zum Seitenanfang
Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.
Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen dazu sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen.
OK