Tag der Pflege Graz

Hunderte Interessierte kamen zum Tag der Pflege in die Grazer Kammersäle. © Kanizaj, AK Stmk

Mehr als 300 Interessierte kamen am 10. November zum "Tag der Pflege" in die Grazer Kammersäle. Zwischen 15 und 20 Uhr hatten vor allem pflegende Angehörige die Möglichkeit, sich zu den verschiedensten Themen rund um die Pflege zu informieren. Ob an den 13 verschiedenen Infoständen bei Expertinnen und Experten oder gleich selbst Hand anlegen in der Pflege-Aktivitäten-Ecke. In persönlichen Beratungen erhielten die Besucherinnen und Besucher Antworten auf Fragen bezüglich ihrer persönlichen Pflegesituation und nebenbei auch praktische Tipps.

Informationen von Fachleuten

Bei Einzelgesprächen konnten sich pflegende Angehörige individuell beraten lassen. © Kanizaj, AK Stmk

In acht Kurzvorträgen konnten die Besucherinnen und Besucher wertvolle Informationen sammeln. Robert Krotzer von der Stadt Graz stellte unter anderem die Pflegedrehscheibe vor, mit der eine Anlaufstelle für pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige geschaffen wurde. Die klinische Psychologin und Gesundheitspsychologin sowie Psychotherapeutin Susanne Klaus gab einen Einblick in mögliche psychische Belastungen für pflegende Angehörige und gab hilfreiche Tipps, um diese schwierigen Situationen gut bewältigen zu können. AK-Steuerexperte Bernhard Koller gab den Besucherinnen und Besuchern wichtige Hinweise zur steuerlichen Absetzbarkeit von Pflegekosten. Alexander Gratzer, Leiter der AK-Abteilung Pflege, Betreuung und Gesundheit nannte Tipps zur Entlastung zu Hause wie Kurzzeitpflege oder Pflegehilfsmittel. 

Wie viel vorausschauende Pflege ist sinnvoll?

Auch AK-Präsident Josef Pesserl schaute beim Tag der Pflege vorbei. © Kanizaj, AK Stmk

Notar Guido Schwab von der Notariatsgemeinschaft Mühl.Schwab informierte die pflegenden Angehörigen über das seit Jänner 2017 in Kraft getretene Pflegevermächtnis und die dafür notwendigen Voraussetzungen. Abgerundet wurden die Kurzvorträge mit den Themen 24-Stunden-Betreuung und Beihilfen für pflegende Angehörige, Unterstützung zu Hause, alles Wichtige zum Pflegegeld und der freiwilligen Sozialversicherung sowie der Pflegekarenz.
Zum Abschluss erzählte Internist und Universitäts-Lektor Erwin Horst Pilgram im Hauptvortrag des Tages  wie viel vorausschauende Pflege notwendig und sinnvoll ist bzw. was rechtzeitig besprochen werden sollte. 

"Grundsätzlich denke ich an meine Mutter. Ich informiere mich heute schon, falls der Fall eintreten sollte, wie es mit der finanziellen Seite ausschaut." (Reinhard B.)

"Ich bin selbst Pflegeassistent und ich sehe es als gute Gelegenheit mir Infos zu holen bzw. gibt es was Neues, das auch meinen Bewohnern hilft." (Walter M.)

"Meine Firma fertigt Unterstützungssysteme für Leute, die Hilfe brauchen. Damit wir nicht nur die technische Sicht haben, betreibe ich hier heute quasi Feldforschung." (Johanna L.)

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