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Register für Gesundheitsberufe startet am 1. Juli 2018

Das neue Register ist ein Verzeichnis für Angehörige der Gesundheitsberufe, das sowohl für diese als auch für Patientinnen und Patienten Vorteile bringt. Ziel ist es, die erworbenen Qualifikationen im Gesundheitsbereich aufzuwerten und mehr Patientensicherheit zu gewährleisten. Damit steigt das Niveau des Gesundheitsschutzes, weshalb bereits in 14 Ländern der EU ein Register eingeführt wurde.

Welche Vorteile bringt das Register?

Vorteile für Berufsangehörige

  • Ihr Beruf wird aufgewertet: Nur wer die entsprechenden Qualifikationen hat, wird ins Register aufgenommen. Mit Ihren bestätigten Ausbildungen und Spezialisierungen können Sie bei Patientinnen und Patienten punkten.
  • Arbeitsplatzwechsel leicht gemacht: Sie ersparen sich das mühevolle Zusammentragen von Zeugnissen und Ihre zukünftigen Arbeitgeber können auf Ihre im Register ausgewiesene Qualifikation und Eignung vertrauen.
  • Berufsausweis: Sie erhalten einen offiziellen Berufsausweis, um jederzeit Ihre Qualifikation nachweisen zu können.

Vorteile für Betroffene bzw. Patientinnen und Patienten

  • Qualitätssicherung und Transparenz: Sie können überprüfen, ob die angegebene Ausbildung tatsächlich absolviert wurde. Insbesondere im freiberuflichen Bereich sind Sie so abgesichert.

Wer wird erfasst?

Berufsangehörige der Gesundheits- und Krankenpflege

  • Gehobener Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege
  • Pflegefachassistenz
  • Pflegeassistentin und Pflegeassistent (ehemals Pflegehelferin und Pflegehelfer)
    Darunter fallen auch:
    * Diplomsozialbetreuerin und Diplomsozialbetreuer Altenarbeit
    * Diplomsozialbetreuerin und Diplomsozialbetreuer Behindertenarbeit
    * Diplomsozialbetreuerin und Diplomsozialbetreuer Familienarbeit
    * Fachsozialbetreuerin und Fachsozialbetreuer Altenarbeit
    * Fachsozialbetreuerin und Fachsozialbetreuer Behindertenarbeit  

Berufsangehörige der gehobenen medizinisch-technischen Dienste

  • DiätologenIn
  • ErgotherapeutenIn
  • LogopädenIn
  • OrthoptistenIn
  • PhysiotherapeutenIin
  • Biomedizinische AnalytikerIn
  • Radiologie TechnologenIn

Welche Registrierungsbehörden sind zuständig? 

  • Die AK für die AK-Mitglieder durch (Angestellte, Karenzierte, Arbeitslose und Arbeitssuchende)
  • Die Gesundheit Österreich GmbH für die (überwiegend) freiberuflich Tätigen und Ehrenamtliche

Wie erfolgt die Registrierung?

Für die Registrierung sind ein ausgefülltes Formular sowie die erforderlichen Dokumente notwendig. Diese können persönlich oder online eingebracht werden. Um die Registrierung online durchführen zu können, ist zusätzlich eine elektronische Signatur erforderlich. Die Registrierung ist in jedem Fall kostenlos.

Berufstätige: Wenn Sie am 1. Juli 2018 bereits in einem Gesundheitsberuf tätig sind, müssen Sie sich zwischen dem 1. Juli 2018 und 30. Juni 2019 registrieren lassen. In dieser Zeit können Sie Ihre Tätigkeit weiter ausüben.

BerufseinsteigerInnen: Wenn Sie ihren Gesundheitsberuf erst nach dem 1. Juli 2018 beginnen oder diesen nach einer Unterbrechung wieder aufnehmen, müssen Sie sich bereits vor der (neuerlichen) Aufnahme der Erwerbstätigkeit registrieren lassen.

Wo erfolgt die Registrierung?

Wenn Sie in einem größeren Betrieb arbeiten, kann die Registrierung zeitsparend im Unternehmen vor Ort stattfinden. Der Termin wird zwischen den AK Registrierungsbehörden und dem Unternehmen unter Einbeziehung des Betriebsrates bzw. der Personalvertretung vereinbart. Ab Juli 2018 stehen detaillierte Informationen auf der Webseite Ihrer zuständigen Arbeiterkammer. Falls in dem Unternehmen, in dem Sie arbeiten, keine Registrierung vor Ort stattfindet, wenden Sie sich bitte an die zuständige Arbeiterkammer.


Der Berufsausweis

Nach dem erfolgreichen Registrierungsverfahren erfolgt die Zustellung des Berufsausweises per Post. Die Registrierung und der Berufsausweis sind dann fünf Jahre gültig. Vor Ablauf erhalten Sie rechtzeitig ein Erinnerungsschreiben von der Registrierungsbehörde.

Welche Dokumente werden benötigt?

Berufstätige benötigen für die erfolgreiche Registrierung nur folgende Nachweise:

  • Nachweis der Identität und Staatsangehörigkeit (z.B. Reisepass)
  • Qualifikationsnachweis entsprechend den berufsrechtlichen Vorschriften (z.B. Zeugnis, Diplom, Bescheid). Sollte sich Ihr Name seit Abschluss Ihrer Ausbildung geändert haben, ist dies nachzuweisen (z.B. Heiratsurkunde, Scheidungsurkunde, freiwillige Namensänderung)
  • Passfoto
  • Nachweis eines Zustellbevollmächtigten (nur für Personen ohne inländischen Wohnsitz bzw. Abgabestelle)

Wenn Sie erst nach dem 1. Juli 2018 zu arbeiten beginnen, benötigen Sie zusätzlich folgende Unterlagen:

  • Nachweis der Vertrauenswürdigkeit* (z.B. Strafregisterbescheinigung) für die letzten fünf Jahre, und zwar aus jenen Staaten, in denen Sie sich mehr als sechs Monate aufgehalten haben
  • Ärztliches Zeugnis über die gesundheitliche Eignung*
  • Nachweis über deutsche Sprachkenntnisse, sofern sich diese nicht aus der Ausbildung oder dem Berufsweg ergeben

Bei persönlicher Antragstellung sind die Unterlagen im Original oder in beglaubigter Kopie vorzulegen. Fremdsprachigen Nachweisen ist auch eine beglaubigte Übersetzung durch gerichtlich beeidete DolmetscherInnen beizulegen. Nach der inhaltlichen Überprüfung aller vorgelegten Unterlagen, erhalten Sie von der Registrierungsbehörde eine Bestätigung. Mit dieser können Sie in ihrem Gesundheitsberuf tätig werden.

*  Die Nachweise dürfen bei Antragstellung nicht älter als drei Monate sein!


Die Arbeiterkammer als "Registrierungsbehörde"

  • Effizient
    95 Prozent der zu registrierenden Beschäftigten sind AK Mitglieder, was eine effiziente Umsetzung sicherstellt.
  • Vertrauenswürdig 
    Die AK ist eine neutrale, demokratisch legitimierte Institution und gilt den Österreicherinnen und Österreichern als besonders vertrauenswürdig.
  • Keine Kosten für die Verwaltung
    Die AK wird für den Aufbau und die Verwaltung des Registers keine Kosten in Rechnung stellen. Darüber hinaus hat sich die AK dafür eingesetzt, dass von der vorgesehenen Vergebührung beim Finanzamt abgesehen wird.
  • Serviceorientiert
    Mit 90 Beratungszentren in allen Bundesländern ermöglicht die AK die Registrierung rasch und unbürokratisch. Die Antragstellung ist persönlich, online oder sogar am Arbeitsplatz möglich und erfordert nur wenige Dokumente.
  • Sicher
    Die AK hat mit mehr als 3 Millionen Mitgliedern das nötige Know-How in der Führung großer Register und kann hohe Datensicherheit gewährleisten.

Register Gesundheitsberufe: Infos für Arbeitgeber

Diese Möglichkeiten gibt es, die Registrierungsbehörden unterstützen. Hier finden Sie Programme, Links und Kontakte.

Gewalt gegen Pflegende

Gewalt gegen Pflegende ist ein heißes Thema, das aufregt und doch oft verschwiegen wird. 200 Interessierte suchten bei einer AK-Tagung nach Lösungen.

Fortbildung für Gesundheits- und Sozialberufe

30 Halb- und Ganztagsseminare zur beruflichen Persönlichkeitsbildung, zu Fach- und Rechtsthemen bietet die AK 2018. Hier können Sie sich anmelden.

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