Pflegebedürftige Menschen können mittels Kurzzeitpflege bis zu sechs Wochen in Pflegeheimen betreut werden. © Waltraud Grubitzsch - dpa - picturedesk.com, AK Stmk
Pflegebedürftige Menschen können mittels Kurzzeitpflege bis zu sechs Wochen in Pflegeheimen betreut werden. © Waltraud Grubitzsch - dpa - picturedesk.com, AK Stmk
27.10.2020

Infos rund um die Kurzzeitpflege

Zur Entlastung von Angehörigen oder zur Überbrückung kann eine Kurzzeitpflege in einem Pflegeheim in Anspruch genommen werden. Die Kurzzeitpflege darf maximal sechs Wochen dauern, und es besteht die Möglichkeit, dass auch hier die Sozialhilfe Restkosten übernimmt. In diesem Fall muss die zu pflegende Person 80 Prozent der eigenen Pension sowie den Großteil des Pflegegeldes als sogenannte Eigenleistung beitragen. Die Restkosten übernimmt die Sozialhilfe.

Pflegende Angehörige zahlen

Aber Achtung: In Fällen, in denen die Pflege sonst von Angehörigen erbracht wird, verlangt die Sozialhilfe, dass Angehörige vorläufig die Gesamtkosten für die Kurzzeitpflege in voller Höhe vorab aus eigener Tasche bezahlen. Danach müssen pflegende Angehörige einen Antrag auf Ersatzpflege beim Sozial­ministeriumservice stellen. Dieser Kostenersatz wird von der Sozialhilfe zu 100 Prozent dem Einkommen der zu pflegenden Person angerechnet und muss zur Gänze für die Kurzzeitpflege verwendet werden. Erst danach übernimmt der Sozialhilfeträger die Restkosten.

Kritik der AK-Expertin

AK-Expertin Anika Tauschmann sieht diese Vorgangsweise äußerst kritisch: "Abgesehen davon, dass eine vorläufige vollständige Kostenübernahme durch die pflegenden Angehörigen in vielen Fällen nicht möglich ist, bleibt eine Anrechnung dieser Geldleistung auf das Einkommen der zu pflegenden Person rechtlich fragwürdig."

Downloads

Links

Kontakt

Kontakt

05-7799-0

Anfragen bitte via Formular.

Tiefenberatung
Termin für ausführliche Beratung bitte unter 05-7799-3000.

Das könnte Sie auch interessieren

Pflegekraft hilft älteren Frau in den Rollstuhl © Robert Kneschke, stock.adobe.com

Unterhaltsverpflichtung trotz Pflegeheimaufenthalt

Wenn die Ehepartnerin oder der Ehepartner ins Pflegeheim kommt, gibt es unter gewissen Voraussetzungen einen Unterhaltsanspruch für Daheimgebliebene.

Die Dankbarkeit gegenüber den ausländischen Betreuerinnen ist groß: Mehr als 1.000 von ihnen bekamen bereits den Corona-Bonus. © Halfpoint - stock.adobe.com, AK Stmk

24-Stunden-Betreuung: Wegen Corona wochenlang hier

Der 500-Euro-Bonus für 24-Stunden-Kräfte, die wegen Corona länger als geplant Menschen daheim betreut haben, ist schon 1.000 Mal ausbezahlt worden.

Junge Frau pflegt ältere Dame im Rollstuhl © Robert Kneschke, stock.adobe.com

Plötzlich ist die Betreuerin weg

Als Folge der Corona-Maßnahmen haben viele Betroffene in den letzten Wochen plötzlich ihre 24-Stunden-Betreuerin "verloren".