Basismobilisation für DMTF und Masseure

Bewegungstraining mit Rollator und Theraband © Kzenon, Fotolia

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Die Zahl der Menschen, die eine umfassende Behandlung bei Mobilitätseinschränkungen benötigen, steigt. Deshalb erhalten seit 1. September 2015 die Masseure und die bisherigen diplomierten medizinisch-technischen Fachkräfte (DMTF) das zusätzliche Aufgabenfeld Basismobilisation. Mit der Einführung dieser Spezialqualifikation werden die Kompetenzen der beiden Berufsgruppen maßgeblich erweitert. Die Basismobilisation umfasst die Unterstützung der Patientinnen und Patienten bei der Verbesserung ihrer Mobilität und im sicheren Umgang mit Gehhilfen.

Ohne zusätzliche Qualifikation möglich

Für diplomierte medizinisch-technische Fachkräfte ist diese Berufsberechtigung für Basismobilisation auch ein teilweiser Ausgleich für die nur nach dem alten Berufsrecht erlaubte Durchführung von einfachen physiotherapeutischen Tätigkeiten. Bisherige DMTF können Maßnahmen der Basismobilisation ohne zusätzliche Qualifikation erbringen. Alle, die eine Berufsberechtigung als diplomierte medizinisch-technische Fachkraft besitzen, sind zur Führung der Zusatzbezeichnung Basismobilisation berechtigt. Der im Jahr 2013 neu geschaffenen medizinischen Fachassistenz (MFA) steht diese Möglichkeit nicht offen.

80 Stunden Nachweis für Masseure

Für MasseurInnen stellt die Basismobilisation eine Ergänzung zu den beiden derzeitigen Spezialqualifikationen der Hydro- und Balneotherapie sowie der Elektrotherapie dar. Voraussetzung für eine berufliche Anwendung ist der Nachweis über eine erfolgreiche theoretische und praktische Ausbildung im Ausmaß von 80 Stunden. Zum Inhalt der Ausbildung zählen vor allem die Grundzüge der Rehabilitation und Mobilisation. Neu ist auch, dass ab September 2015 die verkürzte Ausbildung für gewerbliche MasseurInnen zum/zur medizinischen MasseurIn von 875 auf 580 Stunden reduziert wurde. 

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