Die Dankbarkeit gegenüber den ausländischen Betreuerinnen ist groß: Mehr als 1.000 von ihnen bekamen bereits den Corona-Bonus. © Halfpoint - stock.adobe.com, AK Stmk
Die Dankbarkeit gegenüber den ausländischen Betreuerinnen ist groß: Mehr als 1.000 von ihnen bekamen bereits den Corona-Bonus. © Halfpoint - stock.adobe.com, AK Stmk

24-Stunden-Betreuung: Wegen Corona um Wochen länger hier

Die Grenzschließungen haben die Abhängigkeit unseres Pflegesystems von ausländischen Frauen ins Scheinwerferlicht gerückt. Denn die 24-Stunden-Betreuung zählt zu den wichtigsten Säulen des steirischen Pflegesystems. Der überwiegende Teil der pflegebedürftigen Menschen in der Steiermark wird zu Hause betreut - in den allermeisten Fällen von Betreuerinnen aus anderen europäischen Staaten. Diese Frauen pendeln üblicherweise zwischen Österreich und ihren Heimatländern hin und her. Weil das wegen der Grenzschließungen gar nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen möglich war, sind viele der Frauen um Wochen länger in Österreich geblieben und haben unsere Angehörigen daheim betreut.

500 Euro Bonus

Die schwierige Situation dieser Betreuungskräfte wurde auch von der Politik gesehen. Wer zumindest vier Wochen länger hier war, kann einen Bonus von 500 Euro bekommen. Obwohl der Antrag sehr kompliziert war (inzwischen etwas entschärft) und von den betreuten Personen erfolgen muss, die den Bonus auch vorfinanzieren, wurden in der Steiermark mit Stand 20. Juni bereits 3.500 Anträge gestellt, knapp 2.500 davon sind bewilligt. Etwa 1.000 Frauen haben den Bonus für ihren wertvollen Dienst bereits bekommen.

Corona-Test

Derzeit ist es für viele Länder nicht mehr verpflichtend, dass die Betreuerinnen bei der Einreise nach Österreich einen Corona-Test machen müssen. Generell ist ein Corona-Test aber weiterhin sinnvoll. Hinsichtlich der Testkosten gibt es keine Regelung, wer konkret die Kosten übernehmen muss. Auch höhere Fahrtkosten können nicht einfach an die zu betreuende Person weiterver­rechnet werden.

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