Die AK hat ein Vor-Or-Service für die Registrierung © Graf-Putz, AK
Die AK hat ein Vor-Or-Service für die Registrierung © Graf-Putz, AK

Im Altenheim gibt es den Gesundheitsberufe-Ausweis

AK-Präsident Josef Pesserl ist oft in Krankenhäusern, um sich zu informieren. © Graf-Putz, AK
AK-Präsident Josef Pesserl ist oft in Krankenhäusern, um sich zu informieren. © Graf-Putz, AK

Der Bewegungsraum im Pflegeheim ist heute ein Amt: Das AK-Registrierungsteam hat ein mobiles Büro aufgebaut, um den Pflegekräften auf kurzem Weg zum neuen Ausweis für Gesundheitsberufe zu verhelfen.

Als Erstes kommt ein Gruß aus der Küche mit frischem Milchbrot und einem Obstkorb. Das AK-Registrierungsteam findet im Pflegewohnhaus der Caritas in Fernitz freundliche Aufnahme. Bis zum Start der Registrierung ist noch etwas Zeit, und Graziela Nail baut ihr mobiles Büro auf. In wenigen Minuten sind Laptops, ein Scanner zum Einlesen der Dokumente und ein Monitor installiert und getestet. Am ehesten erinnert ein großer Stempel daran, dass hier die Arbeiterkammer als Behörde beauftragt ist, einen bürokratischen Vorgang abzuwickeln: „Es geht um die Eintragung der Berufsangehörigen der Gesundheitsdienste und der Krankenpflege in ein öffentliches Register und damit verbunden um die Ausstellung eines Ausweises für Gesundheitsberufe“, erklärt Nail, während sie die letzten Handgriffe erledigt.

Die AK hat ein Vor-Or-Service für die Registrierung © Graf-Putz, AK
Die AK hat ein Vor-Or-Service für die Registrierung © Graf-Putz, AK

Tolles AK-Service

Dieses Vor-Ort-Service der Arbeiterkammer findet bei der Leitung des Caritas-Pflegewohnheimes große Zustimmung. „Wir sehen das sehr positiv“, sagen Hausleiter Peter Loder-Taucher und Pflegeleiterin Beata Simko. Für Loder-Taucher ist die Registrierung, die ja mit der Prüfung der Qualifikation einhergeht, ein Beitrag zur Sicherung der Qualität in der Pflege und auch eine Erleichterung bei der Führung des Hauses: „Hier schaut eine Behörde, ob die gesetzlich verlangten Qualifikationen stimmen.“ Das betreffe etwa den Einsatz von Kräften, die über Zeitarbeitsfirmen kommen und bei längeren Krankenständen das Stammpersonal vertreten.

Anerkennung für Pflegejob

Auch die Pflegekräfte, die alle 20 Minuten zu den vorher ausgemachten Terminen kommen, finden die Registrierung und den Ausweis gut. „Das ist eine Anerkennung für unsere schwere Arbeit“, sagt Rosa Tretnjak. Alexandra Ropitsch sieht es sogar als eine Ehre an, einen eigenen Berufsausweis zu haben: „Er zeigt, wer ich bin und was ich kann.“

Berufswechsel normal

Im Berufsleben sind Arbeitsplatzwechsel normal. „Ich bin offen und flexibel und weiß nicht, wo ich in fünf Jahren beschäftigt sein werde“, sagt Roswitha Eisenberger, die derzeit in der Kinder- und Jugendhilfe arbeitet, aber alle Ausbildungen für einen Pflegejob absolviert hat und ihren Ausweis ebenfalls beantragt hat.

Das könnte Sie auch interessieren

Die AK Steiermark ist Registrierungebehörde für das Gesundheitsregister. © Graf-Putz, AK Stmk

Das Ge­sund­heits­be­rufe­re­gister

Das Re­gister wert­et Ge­sund­heits­be­rufe auf: Nur wer ent­sprech­ende Qua­li­fi­ka­ti­on­en hat, wird auf­ge­nommen. Für Patient­Innen bringt das mehr Trans­parenz.

Beschäftigte in Gesundheitsberufen haben ein Jahr Zeit, sich zu registrieren. Berufseinsteiger müssen sich gleich registrieren. © Graf-Putz, AK Stmk

Ein Jahr Zeit für Berufstätige

Alle, die am 1. Juli 2018 ihren Beruf ausgeübt haben, haben für die Registrierung ein Jahr Zeit. Berufseinsteiger müssen sich gleich registrieren.

Zeitsparende Registrierung im Betrieb. © stock.adobe.com/ Karin & Uwe Annas, AK Stmk

Registrierung im Betrieb

Für eine einfache Registrierung kommt die AK-Registrierungsbehörde in alle größeren Betriebe. Registrieren geht auch online oder in AK-Servicestellen.