Büroangestellter mit Brille sitzt vor Laptop und Uhr © Elnur, Fotolia.com
Mit dem Kurzarbeitsmodell kann die Arbeitszeit drastisch reduziert werden. © Elnur, Fotolia.com

Coronavirus: Änderungen bei neuem Modell der Kurzarbeit

Von Kurzarbeit (KUA) spricht man, wenn in einem Betrieb die Arbeitszeit zeitlich begrenzt herabgesetzt wird. Die Kurzarbeit dient zur Überbrückung von wirtschaftlichen (nicht saisonbedingten) Störungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus und soll die Beschäftigten im Betrieb halten. Kündigungen sollen vermieden werden. Basis ist eine arbeits- und lohnrechtliche Vereinbarung der Sozialpartner.

AK und Gewerkschaften haben sich mit der Wirtschaftskammer im Zuge der Verlängerung der Corona-Kurzarbeit auf einige Verbesserungen für ArbeitnehmerInnen geeinigt. Die Regelung wird gerechter und bringt mehr Durchblick.

Das sind die wichtigsten Änderungen, die ab 1. Juni gelten:

  • Einkommen und Arbeitszeit: Bisher bekamen ArbeitnehmerInnen auch dann nur eine Nettoersatzrate von 80, 85 oder 90 Prozent ihres letzten Einkommens, wenn sie 100 Prozent ihrer vertraglichen Arbeitszeit geleistet hatten. Ab 1. Juni gilt: Wer mehr arbeitet bekommt entsprechend mehr Geld.

  • Lehrlinge: Einkommenssprünge durch Wechsel in ein höheres Lehrjahr wurden während der Kurzarbeit bisher nicht berücksichtigt, jetzt schon.

  • ArbeitnehmerInnen bekommen eine schriftliche Bestätigung über die Corona-Kurzarbeit, bisher war das zumeist nicht der Fall. Wie die Erfahrung aus der AK Rechtsberatung zeigt, wussten viele ArbeitnehmerInnen nicht, auf wie viele Stunden ihre Arbeitszeit verringert worden war, wie lange die Vereinbarung gelten sollte und wie viel Geld ihnen zustehen müsste.

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