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Autokauf leicht gemacht

Nehmen Sie sich Zeit, wenn Sie den Inhalt des Kaufvertrages studieren. Gerade das Kleingedruckte erfordert viel Aufmerksamkeit.

Geschäftsbedingungen

Autohändler verwenden oft vorformulierte Vertragsbedingungen, die sogenannten Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Sie enthalten in aller Regel Klauseln über Zahlungskonditionen, Stornogebühren, Liefertermin und eine Zustandsbewertung des Fahrzeuges. Die Zustandsbewertung beschreibt lediglich, in welchem Zustand Sie das Auto kaufen. Die Zustandsbewertung weist Klassen von 1 bis 4 auf.

Fahrzeugklassen

Klasse 1: Neufahrzeug, Klasse 2: guten Fahrzeugzustand, Klasse 3: je nach Kilometerstand ist mit entsprechenden Reparaturen und Servicearbeiten zu rechnen, Klasse 4: Fahrzeuge sind nicht fahrbereit. Vielfach arbeiten Autohändler auch mit eigenen Bewertungen (z.B. A,B,C,D), die im jeweiligen Umfang Vertragsinhalt werden. Achten Sie besonders auf diese Bewertungen!

Der Händler als Vermittler

Wenn Sie ein gebrauchtes Fahrzeug vom Händler kaufen, achten Sie darauf, ob der Händler auch tatsächlich der Verkäufer ist oder lediglich ein Vermittler, der einen Gebrauchtwagen von einer Privatperson zu einer anderen Privatperson vermittelt. In der Praxis ist das für den Konsumenten nicht immer durchschaubar. Stempel und Unterschrift des Händlers am privaten Vertrag bedeuten nur die Beglaubigung der Unterschriften der beiden Vertragspartner. Das kann fatale Folgen nach sich ziehen, da in einem Vertragsverhältnis zwischen 2 Privatpersonen die Gewährleistung ausgeschlossen werden kann. Der Händler als Verkäufer darf die Gewährleistung nicht ausschließen.

Lieferverzug des Händlers

Gerät der Händler mit der Aushändigung des gekauften Fahrzeugs in Verzug, müssen Sie mittels eingeschriebenen Briefes eine angemessene Nachfrist setzen und mit Rücktritt drohen. Erst dann können Sie vom Vertrag zurücktreten. Diese Nachfrist wird zumeist in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen definiert.

Vertragsauflösung

Grundsätzlich können einmal abgeschlossene Verträge nicht rückgängig gemacht werden. Sie können den Unternehmer ersuchen, den Vertrag zu stornieren. Dazu ist ein Unternehmen jedoch nicht verpflichtet und es kann eine Stornogebühr verrechnet werden. Deren Höhe ist gesetzlich nicht geregelt. Die Autohändler haben aber in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen 10 - 20 Prozent des Kaufpreises vorgesehen.

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