27.6.2016

AK warnt vor falschen Routenplanern

Bild teilen

Auch schon reiselustig? Mit den Routenplanern im Internet geht das ja so einfach. Es gibt sie wie Sand am Meer. Aber leider sind auch schwarze Schafe darunter. Die AK Vorarlberg warnt davor, sich bei online-routenplaner.info & Co auf Gewinnspiele einzulassen oder überhaupt zu registrieren. Dann folgt nämlich umgehend eine saftige Rechnung.
"Die Masche ist nicht neu", sagt Konsumentenschützerin Sandra Leichte. Und doch häufen sich bei ihr jetzt in der Vorreisezeit die Anrufe aufgebrachter Kunden. Was ist passiert? 

Gewinnspiel als Falle

Websites wie online-routenplaner.info bieten den Usern scheinbar unentgeltlich an, sich eine Route berechnen zu lassen oder an einem Gewinnspiel teilzunehmen. In beiden Fällen ist es aber notwendig, sich mit der E-Mailadresse auf der Plattform zu registrieren. Das soll angeblich zu einer 24-monatigen Mitgliedschaft um 500 Euro führen. Im Fall von online-routenplaner.info gibt es die angebliche Betreiberfirma Office 24 GmbH mit Sitz in Frankfurt allerdings gar nicht …

Gibt keine Zahlungspflicht

Also Vorsicht: online-routenplaner.info, maps-24.info, routenplaner24.info, maps-routenplaner.info, routenplaner-24.info, maps-routenplaner.net u. ä. Anbieter wollen nur bis zu 500 Euro abzocken. Es herrscht aber keine Zahlungspflicht! Warum? 

  • Ein gültiger Kaufvertrag liegt dann vor, wenn zwei Vertragsparteien eine Einigung über den Preis und die Ware erzielt haben. Auf online-routenplaner.info ist das z. B. nicht der Fall, denn es findet sich lediglich ein versteckter Kostenhinweis auf der Website.
  • Wer auf den Button "Registrieren" klickt, geht noch keine entgeltliche Vereinbarung ein. Dafür sieht das Gesetz die Beschriftung "zahlungspflichtig bestellen" oder eine andere gleichartige, eindeutige Formulierung vor.

Es ist – vorsichtig ausgedrückt – irreführend, wenn etwa online-routenplaner.info mit einem kostenlosen Gewinnspiel wirbt, die Teilnahme daran jedoch zu einer kostenpflichtigen Mitgliedschaft um 500 Euro führen soll. Die AK Steiermark empfiehlt Betroffenen, sich an den Internet-Ombudsmann zu wenden: www.ombudsmann.at