Projektverlauf beim Projektfonds Arbeit 4.0. © -, AK Stmk
Der gesamte Projektverlauf von der Ideenfindung bis zum Abschluss © -, AK Stmk

FAQ zum Projektfonds Arbeit 4.0

Allgemeines

Was wird vom Fachbeirat als Projekt gesehen? (Beispiele: Schulungsmaßnahmen im Unternehmen – Programmierung einer allgemein zugänglichen Informations-App)

Ausgangssituation:

  • Es handelt sich bei dem Vorhaben um ein Projekt, das inhaltlich klar von der allgemeinen Geschäftstätigkeit abgegrenzt ist.
  • Beginn und Ende dieses Vorhabens müssen konkret definiert sein.
  • Es ist nachvollziehbar auszuführen, was die Motivation und die Ausgangssituation für das Projekt sind (Bsp.: Digitalisierung von Arbeitsprozessen – Verbesserung komplexer bzw. unübersichtlicher Informationsflüsse, etc.)

Problem/Herausforderung:

  • Die Beschreibung des Problems bzw. der Herausforderung, die sich aus der Ausgangssituation ergibt. (Bsp.: Wissen über digitale Tools fehlt noch, eine Bedarfsanalyse soll durchgeführt werden)

Methode:

  • Die Methoden, die eingesetzt werden, um das Ziel zu erreichen, müssen klar beschrieben werden (Nachvollziehbarkeit). Dabei ist es wichtig, die Vorgehensweise so detailliert und präzise wie möglich zu beschreiben. Das Projekt ist in Projektschritte und einzelne Tätigkeiten zu unterteilen, diese sind entsprechend zu beschreiben.

Eine konkrete Darstellung der einzelnen Projektschritte ist notwendig.

  • Die Beschreibung des Ziels: Das Ziel ist es, durch das Projekt die identifizierten Hindernisse und Schwächen zu beseitigen, also die sich aufzeigende Möglichkeit zu verwirklichen. (Bsp.: durch gezielte Schulungen die Fähigkeiten der MitarbeiterInnen an die neue Situation anzupassen. Durch Einsatz von digitalen Tools den Zugang zu Wissen zu erleichtern, etc.) Die Zielgruppe muss dabei genau beschrieben werden. Wer profitiert von dem Projekt (Arbeitsabläufe werden vereinfacht, physische und psychische Belastungen können abgefedert werden, etc.). Dabei muss es sich um steirische AK-Mitglieder handeln. (Bsp.: Arbeitnehmer eines Betriebs – alle AK-Mitglieder, die diese Informationen betrifft, z.B. für eine Branche oder branchenübergreifend)

Mehrwert/Erfolg:

  • Auch der Mehrwert, der sich für die Zielgruppe ergibt, ist zu beschreiben und muss messbar sein. Der Mehrwert lässt sich aus dem Ergebnis des Projekts ableiten. (Bsp.: Höherqualifizierung der MitarbeiterInnen)
  • Es sollte dargestellt werden, wie ein mögliches Produkt nach Beendigung des Projektes weiter gewartet wird, wie die Informationen weiter genutzt werden etc.
  • Ist das Ziel messbar? Wie kann der Erfolg gemessen werden, was soll am Ende des Projektes erreicht werden?

Beispiele für Projekte und bereits geförderte Projekte finden Sie in unserer Richtlinie bzw. unter diesem Link

Wer ist die Zielgruppe? Wer ist AK-Mitglied?

Die Zielgruppen des Projektantrages sind Personen beziehungsweise Branchen, die vom Projekt direkt profitieren. Bei Schulungen sind es zum Beispiel die Mitarbeiter eines Unternehmens oder Vereins. Diese müssen steirische AK-Mitglieder sein. Dazu zählen beispielsweise unselbständig beschäftige Personen, die bei der ÖGK gemeldet sind. Ausgenommen von der AK-Mitgliedschaft sind Beschäftigte bei Gemeinden und Landesbedienstete (Auskunft über eine Mitgliedschaft erteilt die AK-Mitgliederevidenz des Hauses Kontakt: 05-7799-2582 oder 05-7799-2583 oder mitgliederevidenz@akstmk.at.).

Welche formalen Voraussetzungen müssen erfüllt sein (inkl. Checkliste für den/die Einreicher)?

Grundvoraussetzung:

Das Projektziel entspricht den Zielen der Förderrichtlinie (Förderrichtlinie, Punkt 2)

Die Zielgruppe(n) des eingereichten Projekts, also die von dem Projekt profitierenden Personen, müssen Mitglieder der Arbeiterkammer Steiermark sein. Weitere Kriterien, die bei der Beurteilung des Antrags zu berücksichtigen sind und im Zuge der Antragsstellung darzustellen sind:

  • Beschreibung des Mehrwerts für die Zielgruppe (Wer soll profitieren und wie?)
  • Das Projektmanagement muss beim Antragsteller liegen (der Antragsteller benötigt die entsprechenden Ressourcen und muss ein Projekt abwickeln können).
  • Geplante Ausgaben sind nachvollziehbar und transparent darzustellen (Das Projekt muss von der allgemeinen Geschäftstätigkeit abgegrenzt sein, nur Arbeitsstunden die im Rahmen des Projektes anfallen, werden auch gefördert).
  • Die Stundensätze sind branchenüblich.
  • Der Budgetplan enthält keine Pauschalbeträge (vor allem bei Reisekosten), sondern detaillierte Ausführungen (die Kosten müssen bereits im Rahmen der Beantragung genannt werden).
  • De-minimis-Erklärung liegt vor.
  • Sollte es sich beim Antragsteller um ein gemeinnütziges Unternehmen handeln, ist dies bei der Einreichung zu belegen.
  • Wenn das Projekt eine Bedarfserhebung vorsieht, müssen die Methoden detailliert beschrieben werden (Wie stelle ich sicher, die notwendigen Bedarfe auch identifizieren zu können?).
  • Es handelt sich um ein Vorhaben, das ohne entsprechende Förderung in der Form nicht umgesetzt werden würde.
  • Die budgetierten Kostenpositionen müssen im Antrag detailliert beschrieben und begründet werden.
  • Direkte Kosten/Sachkosten/Kosten für Dritte von über 10.000 Euro netto müssen mit zwei zusätzlichen Vergleichsangebote belegt werden. Wenn keine Vergleichsangebote vorliegen, muss ausreichend begründet werden, warum die namhaft gemachen Unternehmen oder Experten und Expertinnen ausgewählt wurden.
  • Auswahl und der Einsatz von didaktischen Konzepten und Methoden bzw. der geplanten Technologie müssen hinreichend begründet und erklärt werden.
  • Sach-, Material- und sonstige Kosten müssen den Projektschritten zugeordnet sein und detaillierte Begründungen für die Verwendung vorliegen.

CHECKLISTE

Projektziel(e):

  • Klar definiert

Zielgruppe:

  • Klar definiert
  • AK-Mitglieder
  • In der Steiermark
  • Ungefähre Anzahl
  • Ausgangsbeschreibung der Zielgruppe
  • Nutzen der Zielgruppe
  • Wird die Zielgruppe in das Projekt eingebunden

Projekt wird in der Steiermark durchgeführt:

  • Antragsteller
  • Zielgruppe
  • Dienstleister

Antragsteller entspricht der Förderrichtlinie:

  • Entspricht einem der möglichen Antragstellern laut Förderrichtlinie
  • Bei Unternehmen mit Betriebsrat oder Arbeitnehmergruppe eingereicht

Projektbeschreibung

  • Kurzbeschreibung
  • Tätigkeiten (bezugnehmend auf den Budgetplan) sind entsprechend aufgeschlüsselt und beschrieben
  • Methode dem Ziel entsprechend passend
  • Beschreibung der Skalierbarkeit passend
  • Beschreibung der Ausgangssituation
  • Wenn nötig, didaktisches Konzept passend und vorhanden
  • Wenn nötig, Evaluation
  • Kompetenzen vorhanden (intern oder zugekauft)
  • Bedürfnisse konkret beschrieben oder werden erforscht
  • Deckt sich nicht oder nur teilweise mit den eigenen Geschäftstätigkeiten (ausgenommen Forschungen, Schulungen)
  • Beschreibung der Nachhaltigkeit, Nachnutzung

Bezugnahme auf förderwürdige Themen

  • Es wird darauf Bezug genommen
  • Nutzen der Zielgruppe wird beschrieben

Erfolgskriterien

  • Woran wird der Erfolg gemessen

Organisationsbeschreibung

  • Vorhanden
  • Eigene Geschäftstätigkeit
  • Erwerbsorientiert, gemeinnützig
  • Statement zu De-minimis
  • Vorsteuerabzugsberechtigung oder nicht

Ist das Projekt skalierbar?

  • Projektverantwortliche
  • Projektpartner
  • Dienstleister
  • Auflistung und Beschreibung der Förderungen und Zuschüsse
  • Angebote liegen vor
  • Wenn benötigt, Vergleichsangebote liegen vor

Budget- und Zeitplan:

  • Zeitplan vorhanden und stimmt mit Budgetplan überein
  • Budgetplan ist vollständig ausgefüllt/abgegeben
  • Vorsteuerabzugsberechtigt? Brutto-/Netto-Angaben
  • Stundensatz entspricht den orts- und branchenüblichen Sätzen
  • Stundenanzahl entspricht dem Projektteil/ist plausibel
  • Eine sinnvolle Begründung für Reisekosten ist vorhanden

Was sollte vor Antragstellung noch überlegt werden?

Bereits vor Antragstellung sollten für den Förderwerber/die Förderwerberin folgende Fragen geklärt sein:

  • Ist der/die Förderwerber/in gemeinnützig oder gewinnorientiert? Dies wirkt sich auf die mögliche Förderhöhe aus. Erwerbsorientierte Unternehmen erhalten bei Bewilligung 50 Prozent der beantragten Projektsumme, gemeinnützige können mit 100 Prozent (bis max. 200.000 Euro pro Projekt) gefördert werden. Der Status ist vom Förderwerber zu belegen.
  • Ist das Unternehmen vorsteuerabzugsberechtigt oder nicht? Es können immer nur die tatsächlichen für den/die Förderwerber/in anfallenden Kosten verrechnet und gefördert werden. Das muss bereits bei der Budgetplanung berücksichtigt werden.
  • De-minimis-Erklärung: Die von der Arbeiterkammer Steiermark definierte Förderung wird als De-minimis-Beihilfe im Sinne der einschlägigen Bestimmungen beurteilt. Das heißt, dass sichergestellt werden muss, dass Unternehmen durch diese Beihilfe nicht marktverzerrende Beihilfen erhalten, die einen Wettbewerbsvorteil ergeben. Daher müssen erwerbsorientierte Unternehmen, die ein marktfähiges Produkt mit dem eingereichten Antrag entwickeln wollen, sämtliche in den letzten 3 Steuerjahren (zwei vorangegangene und das laufende Jahr) erhaltenen Subventionen offenlegen. Die Grenze liegt bei 200.000 Euro für diesen Zeitraum. Bei Unternehmen, die Dienstleistungen von allgemein wirtschaftlichem Interesse erbringen, gilt der Betrag von 500.000 Euro für den genannten Zeitraum.
  • In dieser Erklärung sind alle De-minimis-Beihilfen anzugeben, die ein Unternehmen bzw. ein Unternehmensverbund als „ein einziges Unternehmen“ im laufenden sowie in den vorangegangenen zwei Steuerjahren erhalten oder beantragt hat. Unternehmen sind „als ein einziges Unternehmen“ zu betrachten, die zueinander in mindestens einer der folgenden Beziehungen stehen: 
    • Ein Unternehmen hält die Mehrheit der Stimmrechte der Anteilseigner oder Gesellschafter eines anderen.
    • Ein Unternehmen ist berechtigt, die Mehrheit der Mitglieder des Verwaltungs-, Leitungs- oder Aufsichtsgremiums eines anderen Unternehmens zu bestellen oder abzuberufen;
    • Ein Unternehmen ist gemäß einem mit einem anderen Unternehmen geschlossenen Vertrag oder aufgrund einer Klausel in dessen Satzung berechtigt, einen beherrschenden Einfluss auf dieses Unternehmen auszuüben;
    • Ein Unternehmen, das Anteilseigner oder Gesellschafter eines anderen Unternehmens ist, übt gemäß einer mit anderen Anteilseignern oder Gesellschaftern dieses anderen Unternehmens getroffenen Vereinbarung die alleinige Kontrolle über die Mehrheit der Stimmrechte von dessen Anteilseignern oder Gesellschaftern aus.
    • Auch Unternehmen, die über ein anderes Unternehmen oder mehrere andere Unternehmen zueinander in einer der Beziehungen stehen, werden als ein einziges Unternehmen betrachtet. Im Falle einer Fusion oder Übernahme müssen alle De-minimis-Beihilfen, die den beteiligten Unternehmen im laufenden Steuerjahr sowie in den vorangegangenen zwei Steuerjahren gewährt wurden, angegeben werden. Im Zuge von Unternehmensaufspaltungen werden die De-minimis-Beihilfen dem Unternehmen zugerechnet, welches die Geschäftsbereiche übernimmt, für die die De-minimis-Beihilfen verwendet wurden. Ist dies nicht möglich, muss eine anteilige Aufteilung auf der Grundlage des Buchwerts des Eigenkapitals zum Zeitpunkt der tatsächlichen Aufspaltung erfolgen.
  • Wenn ein Unternehmen einen Projektantrag in der Steiermark einreicht, welches in Österreich über mehrere Niederlassungen (in einem Unternehmen/einer Gruppe verbundene Unternehmen) verfügt, so müssen sämtliche, auch in den übrigen Niederlassungen erhaltenen De-minimis-Förderungen in der De-minimis-Erklärung berücksichtigt werden. Dies gilt jedoch nicht für Niederlassungen außerhalb von Österreich. (Siehe Information "„austria wirtschaftsservice" aws).

Was wird unter allgemeiner Geschäftstätigkeit verstanden?

Alle Tätigkeiten, die im Rahmen des Unternehmens üblich sind und ohne das geplante Projekt vorgenommen werden. Somit sämtliche laufenden Kosten, wie beispielsweise Telefon, Miete, Anschaffung von Investitionsgütern, Datenbanken, Verwaltungssoftware, die über das geplante Projekt hinaus notwendig sind, um den Firmenzweck erfüllen zu können. Beispielsweise ist die Umstellung der Administration auf digitale Plattformen oder Netzwerke eine in erster Linie dem Unternehmenszweck dienende Basisfinanzierung und somit nicht förderbar. Anfallende Schulungskosten für MitarbeiterInnen könnten jedoch unter Umständen den Förderrichtlinien entsprechend gefördert werden.

Wer ist Vertragspartner, wenn eine Betriebsratskörperschaft einreicht?

Grundsätzlich kann nur eine Betriebsratskörperschaft mit einem eigenen Betriebsratsfonds ein Vertragspartner und Empfänger einer Förderung sein.

Wenn ein Betriebsrat ein Projekt einreicht, dessen Kosten dem Unternehmen zuzuordnen sind, (wie zum Beispiel Schulungen von MitarbeiterInnen), ist der Vertragspartner das Unternehmen (da die Verantwortung bzgl. Arbeitszeit vom Unternehmen und nicht vom Betriebsrat zu tragen ist). Dementsprechend sollte das Unternehmen den Antrag unterstützen.

Wer ist eine Arbeitnehmergruppe?

Damit sind 3 Personen eines Unternehmens gemeint, die den Projektantrag einbringen. Es muss aus dem Antrag klar hervorgehen, wer Fördervertragsnehmer/in sein wird.

Darf ein Gewinn mit dem geförderten Produkt erzielt werden?

Grundsätzlich schon aber:

Wie in Punkt 18. der Förderrichtlinie ausgeführt, sind sämtliche Einnahmen, die durch die Projektumsetzung erzielt werden, zu dokumentieren und von den Gesamtförderkosten abzuziehen. Dies gilt auch für Gewinne aus der Leistung während oder innerhalb von fünf Jahren nach Durchführung des Projektes. Diese sind dem Fördergeber jedenfalls anzuzeigen.

Grundsätzlich wirkt sich bei der Beurteilung der Projekte der Nutzen, der für die Allgemeinheit bzw. für AK-Mitglieder kostenlos generiert wird, positiv aus.

Wie ist der Ablauf von Projekteinreichung bis zum Projektstart?

Die Einreichfrist endet für den jeweiligen Call jeweils zum 31.3. und zum 31.10. eines Förderjahres. Ca. einen Monat nach Ende der Einreichfrist tritt der externe Fachbeirat nach Prüfung der Anträge zusammen, um über die Projekte eine Entscheidungsempfehlung abzugeben. Ein Projekt kann zur Annahme, zur Ablehnung oder zur Rückstellung empfohlen werden. Nach Erhalt der Informationen und nach endgültiger Entscheidung über die Beurteilung des Projekts (ca. 1,5 bis 2 Monate nach Ende der Einreichfrist), werden Termine für Rückstellungsberatungen und Vertragserrichtungsgespräche vergeben. Bei einer positiven Beurteilung des Projekts kann ca. 3 bis 4 Monate nach Einreichfrist mit dem Projekt gestartet werden. Bei einer Rückstellung muss eine weitere Einreichfrist mit einer Neubeurteilung bei der Planung des Projektes berücksichtigt werden. Dies ist deshalb wichtig, weil anfallende Kosten erst nach der Errichtung eines Fördervertrages verrechnet werden können.

Was passiert, wenn mein Antrag zurückgestellt wurde?

Dann wurde vom externen Fachbeirat grundsätzlich das Projektziel als richtlinienkonform und förderungswürdig eingestuft, inhaltliche oder formale Unklarheiten sprechen aber dagegen, sofort eine Annahme zu empfehlen. Sie erhalten die Möglichkeit, eine Beratung über die zu verbessernden Punkte wahrzunehmen. In einem eigenen Verfahren können dann die angepassten Inhalte nochmals eingereicht werden. Ca. 1 bis 1,5 Monate nach der erneuten Einreichfrist kann mit einem Ergebnis gerechnet werden. Das Projekt kann dementsprechend ca. 2 bis 3 Monate nach der erneuten Einreichfrist starten.

Muss ich etwas für das Rückstellungsgespräch vorbereiten?

Nein, im Vorfeld erhalten die Förderwerber ein Schreiben mit den wesentlichsten Verbesserungsvorschlägen oder Kritikpunkten übermittelt, die bei der Beratung nochmals genauer ausgeführt werden.

Was wird bei Vertragsverhandlungen besprochen?

Nach der Förderzusage wird zu einem Gespräch eingeladen. Bei diesem Gespräch wird der Standardvertrag besprochen und erklärt welche Informationen für die Vertragserrichtung notwendig sind. Es wird besprochen wie die Projektabrechnung erfolgt und welche Nachweise dafür benötigt werden.

Wer sind die Mitglieder des externen Fachbeirates?

Extern:

  • Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Horst Bischof (Technische Universität Graz)
  • Univ.-Prof. Dr. phil. Rudolf Egger (Karl-Franzens Universität Graz)
  • Mag. Eric Kirschner (Joanneum Research)
  • Mag. Christoph Ludwig (Steirische Wirtschaftsförderungsgesellschaft SFG)
  • Mag. Thomas Riesenecker-Caba (Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt/FORBA)

Intern:

  • Mag. Alexandra Hörmann (AK Steiermark)
  • Mag. Karl Schneeberger(AK Steiermark)

Planung und Budgetplan erstellen

Wie genau muss ich das Projekt bzw. die einzelnen Projektschritte beschreiben?

Es ist wichtig, dass die geplanten Aktivitäten nachvollziehbar beschrieben sind. Der Antrag sollte für jeden, der keine fachspezifische Expertise besitzt, verständlich dargestellt werden.

Kann ich ein großes Projekt einbringen, in dem ich erforsche, welche Kompetenzen im Unternehmen/Verein vorhanden sind bzw. benötigt werden und diese dann schulen?

Grundsätzlich sind derartige Bedarfsanalysen und das Schulen von digitalen Kompetenzen nach der Förderrichtlinie förderbare Ziele. Allerdings wird davon ausgegangen, dass keine konkreten Schulungsmaßnahmen geplant werden können, wenn der Bedarf nicht klar ist. Daher raten wir Ihnen, den Bedarf entweder im Vorfeld mithilfe beispielsweise des DigComp 2.0 und durch eine MitarbeiterInnenbefragung in Erfahrung zu bringen oder das Projekt in 2 Schritten einzureichen.

Was passiert, wenn sich auf Grund der derzeitigen Pandemie das Projekt verzögert?

Dann sollten Sie uns umgehend davon in Kenntnis setzen. Eine kostenneutrale Projektverlängerung ist zu begründen, hat aber keine Auswirkungen auf den weiteren Fortgang bzw. die Finanzierung des Projekts.

Was, wenn es noch nicht einschätzbar ist, wer für das Projekt zusätzlich an Bord geholt wird?

Grundsätzlich sollte bei der Antragstellung bereits klar sein, wer am Projekt beteiligt sein wird. Wenn bei einigen Positionen (ausgenommen Projekt­management) für die Umsetzung des Projektes erst neue MitarbeiterInnen eingestellt werden, so wird empfohlen, die Budgetpositionen mit den geplanten KV-Einstufungen und Stundensätzen zu projektieren und die Namen der eingestellten MitarbeiterInnen samt Dienstvertrag im Nachhinein an uns bekannt zu geben. Wenn Sie feststellen, dass Sie etwa für eine Evaluierung oder wissenschaftliche Begleitung Ihres Vorhabens nicht über die notwendigen Kapazitäten und/oder Kompetenzen verfügen, so weisen wir darauf hin, dass diese als externe Kosten zukaufbar und als förderbar eingestuft werden, wenn das Grundkonzept grundsätzlich den Kriterien entspricht.

Warum ist das Projektmanagement von dieser Lösung ausgenommen?

Es mindert die Chancen auf eine positive Beurteilung für den Projektantrag, da dadurch dokumentiert wird, dass diese Kompetenzen nicht unternehmensintern zur Verfügung stehen und somit wesentliche Qualifikationen fehlen.

Datenschutzkonzept

Wir empfehlen, schon bei Antragstellung Überlegungen zum Datenschutz anzustellen und gegebenenfalls ein Datenschutzkonzept auszuarbeiten.

Was bedeutet: "Die Nachhaltigkeit bzw. Nachnutzung des Projekts muss gegeben sein“?

Wartung und Nachnutzung einer App muss gewährleistet sein. Es sollte bereits bei der Antragstellung klar sein, wer die Wartung einer Plattform oder App vornimmt.

Ist es sinnvoll einen Projektschritt/einen Teil eines Projektschritts rein für Troubleshooting/unvorhersehbare Kosten einzuplanen?

Nein, es muss davon ausgegangen werden, dass die Planung des Projektes dergestalt vorgenommen wurde, dass es zu keinen größeren Überraschungen führen wird.

Was bedeutet im Konzernverbund bzw. verbundene Unternehmen?

Verbundene Unternehmen sind charakterisiert durch:

Unternehmen sind "als ein einziges Unternehmen" zu betrachten, die zueinander in mindestens einer der folgenden Beziehungen stehen:

  • Ein Unternehmen hält die Mehrheit der Stimmrechte der Anteilseigner oder Gesellschafter eines anderen.
  • Ein Unternehmen ist berechtigt, die Mehrheit der Mitglieder des Verwaltungs-, Leitungs- oder Aufsichtsgremiums eines anderen Unternehmens zu bestellen oder abzuberufen;
  • Ein Unternehmen ist gemäß einem mit einem anderen Unternehmen geschlossenen Vertrag oder aufgrund einer Klausel in dessen Satzung berechtigt, einen beherrschenden Einfluss auf dieses Unternehmen auszuüben;
  • Ein Unternehmen, das Anteilseigner oder Gesellschafter eines anderen Unternehmens ist, übt gemäß einer mit anderen Anteilseignern oder Gesellschaftern dieses anderen Unternehmens getroffenen Vereinbarung die alleinige Kontrolle über die Mehrheit der Stimmrechte von dessen Anteilseignern oder Gesellschaftern aus.
  • Auch Unternehmen, die über ein anderes Unternehmen oder mehrere andere Unternehmen zueinander in einer der Beziehungen stehen, werden als ein einziges Unternehmen betrachtet. 

Was ist, wenn sich die Personalkosten über die Projektlaufzeit erhöhen?

Es können grundsätzlich nur die projektierten und budgetierten Stundensätze, die bei der Abrechnung auch mittels Gehaltsnachweises (z.B. Jahreslohnkonto) belegt werden müssen, durch den Fördergeber akzeptiert werden. Es ist somit mit dem tatsächlichen Stundensatz zu kalkulieren bzw. müssen die verrechneten Stundensätze belegt werden.

Wie werden die Kosten kalkuliert? Brutto oder netto?

Grundsätzlich muss der Förderwerber im Vorhinein wissen, ob er vorsteuerabzugsberechtigt ist. Es können nur Kosten akzeptiert werden, die tatsächlich anfallen. Wenn der Förderwerber vorsteuerabzugsberechtigt ist, sind die Kosten dementsprechend in Nettobeträgen zu budgetieren, ansonsten in Bruttobeträgen. Es liegt in der Verantwortung des Fördernehmers die Kosten dementsprechend zu kalkulieren.

Was kann an notwendigem Equipment für ein Projekt gefördert werden?

Grundsätzlich ist Equipment förderbar, das für das Projekt notwendige Technologie darstellt, von der nicht angenommen wird, dass sie zur Grundausstattung des Unternehmens gehört und nur dem Projekt zuordenbar ist. Beispielsweise ein Laptop mit spezieller Grafikkarte für den Videodreh bzw. Equipment das für eine Prototyperprobung notwendig ist. Das Equipment ist auf die für die Umsetzung unbedingt erforderliche Anzahl zu begrenzen. D.h., wenn MitarbeiterInnen mit Laptops oder anderen Technologien ausgestattet werden müssen, wird davon ausgegangen, dass zur Erprobung ein oder zwei Geräte reichen. Dies wird bei jedem Antrag individuell geprüft. Der Fördergeber behält sich vor, budgetierte Kosten, die nicht dem Projekt zurechenbar sind (weil, z.B. allgemeine Geschäftstätigkeit) zu streichen bzw. nicht zu fördern.

Welche Kosten werden am häufigsten in Frage gestellt?

Alle, die aufgrund der Höhe oder des Vorhabens nicht üblich erscheinen. Dazu zählen Kosten für Incentives für Beteiligte, Marketingkosten (die Arbeiterkammer bietet Unterstützung bei Marketingvorhaben an) oder Werbeeinschaltungen auf sozialen Medien, Anschaffungskosten für Hardware, Catering, Druckkosten. 

Was ist beim Einplanen von Catering-Kosten alles zu beachten?

Bewirtungskosten können nur akzeptiert werden, wenn diese im Rahmen von Veranstaltungen für Dritte geplant sind. Dabei sollte die Planung so konkret wie möglich vorgenommen werden (Anzahl der geplanten TeilnehmerInnen, Getränke, Essen) und beschrieben werden.

Warum müssen Kosten genau aufgeschlüsselt und den einzelnen Projektschritten zugeordnet werden? 

Aufgrund gesetzlicher Bestimmungen kann bei allfälligen Prüfungen durch den Rechnungshof oder Wirtschaftsprüfer die Plausibilität der verrechneten Kosten geprüft werden und ist daher nachvollziehbar zu dokumentieren und darzu­stellen.

Wie können anfallende Reisekosten berechnet werden?

Fördernehmern wird geraten die Kalkulation auf Basis des amtlichen Kilometergeldes bzw. auf Basis von Fahrkosten mit öffentlichen Verkehrsmittel vorzunehmen. Die Reiseorte und die Anzahl der Personen sind ebenfalls bekannt zu geben. Pauschalsätze können nicht akzeptiert werden.

De-minimis und andere Förderungen und Zuschüsse

Warum und wann muss eine De-minimis-Erklärung abgegeben werden?

Jeder Antrag ist im Vorfeld seitens des Förderwerbers konkret auf die Notwendigkeit der De-minimis-Erklärung zu prüfen. Ausnahmen stellen unter anderem Schulungs- oder Grundlagenforschungsprojekte dar, wobei je näher an einem marktfähigen Produkt desto weniger gilt die Ausnahme. Nachzulesen ist dies in der Verordnung EU Nr. 651/2014 der Kommission vom 17.6.2014 zur Feststellung der Vereinbarkeit bestimmter Gruppen von Beihilfen mit dem Binnenmarkt in Anwendung der Artikel 107 und 108 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union, Artikel 25 und Artikel 31.

Muss ich eine De-minimis Erklärung abgeben auch wenn ich unter eine Ausnahme falle?

Wir würden es empfehlen.

Projektbeispiele

Gibt es best-practice Beispiele?

Bisher wurden viele verschiedene Projekte mit unterschiedlichen Anforderungen beantragt, im geplanten Vorhaben ist möglichst genau zu beschreiben, was benötigt wird. In der Förderrichtlinie, die zum Herunterladen zur Verfügung steht, werden Themenbereiche für mögliche Projektfondsförderungen beschrieben. Auf der Homepage sind bereits geförderte Projekte dokumentiert und wir stehen für weitere Fragen jederzeit zur Verfügung.

Es sollen Schulungen stattfinden. Wie kann man diese in den Rahmen eines Projekts dargestellt werden, damit diese nach der Richtlinie förderbar sind?

Schulungen können im Rahmen eines Projekts gefördert werden, wenn aufgrund der Digitalisierung Änderungen der Arbeitsabläufe stattfinden oder geänderte Herausforderungen zur Bewältigung der Arbeit entstehen. Dieser Digitalisierungsaspekt ist zusammen mit den Veränderungen bei Arbeitsabläufen zu beschreiben. So kann durch die geänderten Arbeitsabläufe ein Bedarf an Schulungen entstehen. Diese Veränderungen stellen das Problem dar, das im Rahmen des Projekts durch Schulungen gelöst werden soll.

Downloads

Kontakt

Kontakt

05-7799-2435, Karl Schneeberger
05-7799-2478, Eva Sprung
digifonds@akstmk.at

Das könnte Sie auch interessieren

Wer kann Ideen beim Projektfonds Arbeit 4.0 einreichen? © Rawpixel.com - stock.adobe.com, AK Stmk

Wer kann Projekte einreichen?

Folgende Gruppen dürfen ihre Projekte und Ideen einreichen.

Frau berührt Touchscreen. © metamorworks , stock.adobe.com

Projektfonds: Projektbeispiele

Neue Arbeitszeitmodelle, Schulung von Beschäftigten, um Kündigungen vorzubeugen und Arbeitsabläufe verbessern sind einige Ideen für die Förderung.

Team arbeitet an einem Projekt © WavebreakMediaMicro , stock.adobe.com

Was wird gefördert

Beschäftigte sollen durch moderne  Technologien in der Arbeitswelt profitieren und ihre Arbeitsplätze gesichert bleiben. Förderung bis 200.000 Euro.