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So machen Sie den Steuerausgleich

Um die ArbeitnehmerInnenveranlagung (ANV) durchführen zu können, brauchen Sie das Formular L 1 und, sofern Sie Kinder haben für die Sie Familienbeihilfe beziehen, das Formular L 1k. Diese erhalten Sie bei jedem Finanzamt. Alternativ können Sie sich die Formulare über die Webseite des Finanzministeriums bestellen. In diesem Fall werden Ihnen die Formulare per Post zugesendet.

Finanz online

Es besteht weiters die Möglichkeit, die Veranlagung über Finanz online einzureichen.

Die Vorteile der Online-Veranlagung sind:

  • Entfall des Amtsweges
  • kostenlos und rund um die Uhr von zu Hause aus
  • Möglichkeit die voraussichtliche Steuergutschrift oder –nachzahlung sofort zu berechnen (außer bei Bezug von Arbeitslosengeld, Notstandshilfe)
  • aktuelle Abfrage des Steuerkontos
  • elektronische Änderung der persönlichen Daten (z.B. Adress- oder Namensänderung)
  • elektronische Berufung, Rückzahlungsantrag, Änderung der Vorauszahlung, Ratenvereinbarung
Voraussetzungen

Um die Veranlagung mittels Finanz Online machen zu können, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt werden:

  • Computer
  • Internetanschluss
  • Zugangserkennung zu Finanz Online oder
  • Bürgerkarte (auf E-Card, Bankomatkarte, entsprechend aktiviertes Mobiltelefon) inklusive Kartenlesegerät und kostenloser Software

Pflichtveranlagung

Bei der ANV wird zwischen Pflicht- und Antragsveranlagung unterschieden. Unter folgenden Voraussetzungen sind sie verpflichtet zwischen April und September des Folgejahres eine Veranlagung beim Finanzamt abzugeben:

  • wenn Sie im Kalenderjahr zumindest zeitweise gleichzeitig zwei oder mehrere lohnsteuerpflichtige Einkünften haben
  • wenn Sie Krankengeld von der Krankenversicherung, bestimmte Bezüge für Truppenübungen, Rückzahlung von Pflichtversicherungs-/Pensionsbeiträgen, Bezüge vom Insolvenz-Entgelt-Fonds, Bezüge aus Dienstleistungsschecks und bestimmte Bezüge aus der Bauarbeiterurlaubskasse erhalten haben;
  • wenn für das Kalenderjahr ein Freibetragsbescheid berücksichtigt wurde, aber tatsächlich geringere Ausgaben angefallen sind
  • wenn der Alleinverdiener- bzw. Alleinerzieherabsetzbetrag oder das Pendlerpauschale berücksichtigt wurde, aber die Voraussetzungen nicht vorlagen;
  • wenn Sie andere, nicht lohnsteuerpflichtige Einkünfte bezogen haben, deren Gesamtbetrag 730 € übersteigt;
  • wenn Sie einen Zuschuss zur Kinderbetreuung vom Arbeitgeber zu Unrecht steuerfrei bezogen haben.

Antragsveranlagung

Für die Antragsveranlagung haben Sie 5 Jahre Zeit. Sie sollten Sie auf alle Fälle durchführen, wenn Sie

  • Alleinverdiener bzw. Alleinerzieher sind, und den Absetzbetrag nicht in Ihrer Firma beantragt haben
  • den Mehrkindzuschlag beantragen können
  • für ein oder mehrere Kinder gesetzlichen Unterhalt zahlen
  • Sonderausgaben, Werbungskosten oder außergewöhnliche Belastungen geltend machen könne
  • Während des Jahres von Ihrem Lohn/Gehalt zwar Sozialversicherung, aber keine Lohnsteuer abgezogen wurde (= Negativsteuer!)
  • Schwankende Bezüge oder Verdienstunterbrechungen während eines Kalenderjahrs haben (z.B. Ferialpraktikum, unterjähriger Wiedereinstieg nach der Karenz,...)

Negativsteuer

Wenn von Ihrem Lohn/Gehalt zwar Sozialversicherung, aber keine Lohnsteuer abgezogen wurde, können Sie mittels ANV eine Negativsteuer erhalten. Diese beträgt 10 % der bezahlten Sozialversicherungsbeiträge, maximal jedoch 110 €.

Sollten Sie zusätzlich zumindest ein Monat Anspruch auf Pendlerpauschale haben, können Sie einen Pendlerzuschlag von bis zu 290 € erstattet bekommen. Die Negativsteuer beträgt in dem Fall also gesamt bis zu 400 €.

Einkommensteuererklärung (ESt-E)

Eine ESt-E müssen Sie abgeben, wenn Sie aus selbständiger Tätigkeit oder aus einem Betrieb ein Einkommen haben, das höher ist als 11.000 € Sie sowohl selbständiges Einkommen über 730 € als auch nicht selbständiges Einkommen haben und das Gesamteinkommen höher ist als 12.000 € das Finanzamt Sie dazu auffordert

Steuervorauszahlungen

Wenn Sie mehrere lohn- oder einkommensteuerpflichtige Einkünfte in einem Jahr haben und die daraus errechnete Vorauszahlung mehr als 300 € beträgt, dann werden vom Finanzamt Steuervorauszahlungen vorgeschrieben.

Wie hoch diese Zahlungen sind, finden Sie im Vorauszahlungsbescheid. Sie müssen die angeführte Summe an Vorauszahlungen vierteljährlich leisten. Sind die Vorauszahlungen zu hoch, beispielsweise weil Sie in diesem Jahr weniger verdienen als im Vorjahr, so können Sie gegen den Bescheid innerhalb eines Monats berufen.

Wichtig!

Ist die Frist abgelaufen, können Sie bis 30. September des Kalenderjahres einen formlosen Antrag auf Herabsetzung der Zahlungen stellen. Nutzen Sie dazu unseren Musterbrief.


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